Umfangreiche Analyse von 600 deutschen
Aktiengesellschaften / 145 Unternehmen werden 2010 den Turnaround
schaffen / 2011 werden 58 weitere Firmen in die Gewinnzone
zurückkehren
Aktien von Turnaround-Kandidaten bergen für Anleger große Chancen.
Denn Aktienkurse spiegeln die Geschäftsentwicklung der Unternehmen
wider – allerdings zeitlich nach vorn versetzt, da die Börse künftige
Ereignisse vorwegnimmt. Das Anlegermagazin “Börse Online“ hat in
seiner aktuellen Ausgabe (33/2010, EVT 12. August) 600 deutsche
Unternehmen untersucht, die sich in einer Umbruchsituation befinden
und bei denen es die Hoffnung auf ein Verlassen der Verlustzone gibt.
Nach der Untersuchung schrieben 2009 aufgrund der tiefen Rezession
224 der rund 600 analysierten Unternehmen rote Zahlen. Das entspricht
einem Anteil von 37 Prozent. 2010 dürfte die Quote auf rund 13
Prozent sinken. Das bedeutet: 145 Gesellschaften werden 2010 den
Turnaround schaffen. 2011 dürften weitere 58 Firmen in die schwarzen
Zahlen zurückkehren, so dass der Anteil der verlustträchtigen
Unternehmen auf 3,5 Prozent fällt. Der Rückgang wird damit wesentlich
stärker ausfallen als nach der vergangenen großen Rezession in den
Jahren 2002/03.
Viele Unternehmen haben frühzeitig mit Kostensenkungs- und
Restrukturierungsmaßnahmen auf die Krise reagiert. Sobald die
Geschäfte wieder anziehen, wirken diese Programme wie ein Hebel.
Einige Gesellschaften sind dadurch in der Lage, nicht nur in die
Gewinnzone zurückzukehren, sondern sogar Ergebnisse zu erreichen, die
das Vorkrisen-Niveau übertreffen. Den Schätzungen von “Börse Online“
zufolge werden 250 der rund 600 Unternehmen 2010 einen höheren Gewinn
erzielen als im Boomjahr 2007. Davon waren 103 Gesellschaften
zwischenzeitlich in die roten Zahlen abgerutscht.
Um in die Aktie eines Turnaround-Anwärters einzusteigen, sind
umfangreiche Kenntnisse über das jeweilige Unternehmen sowie das
Branchenumfeld nötig. Wichtige Zukunftsindikatoren sind Absatzzahlen
und -prognosen von Branchenverbänden sowie die Auftragseingänge der
Firmen selbst. Je nach Tätigkeitsbereich schlagen sich Neuorders mit
einer Verzögerung von wenigen Wochen oder mehreren Monaten in den
Zahlen nieder. Auf dieser Basis stellt “Börse Online“ die zehn
interessantesten Turnaround-Kandidaten vor.
Pressekontakt:
Christian Scheid, Ressort Geld, G+J Wirtschaftsmedien
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