Die sicherheitspolitische Sprecherin der
FDP-Bundes-tagsfraktion, Elke Hoff, rechnet nicht mit einer
Aufstockung der deutschen Afghanistan-Truppe im Zuge des neuen
Mandats. „Eine Erhöhung der Obergrenze kann ich mir nicht
vorstellen“, sagte sie dem „Kölner Stadt-Anzeiger“ (Freitag-Ausgabe)
mit Blick auf die im Januar anstehende Mandatsverlängerung durch den
Bundestag. „Ich habe auch keinerlei Anhaltspunkte, dass das ein Thema
werden könnte.“ Die Obergrenze liegt derzeit bei 5350 Soldaten. Zuvor
hatte der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hellmut
Königshaus (FDP), einen Mangel an Soldaten unter anderem im Feldlager
Faisabad beklagt. Zu Königshaus– jüngstem internen Bericht über
Ausrüstungsmängel bei der Bundeswehr in Afghanistan erklärte Hoff:
„Die Ausrüstungsmängel sind bedauerlich. Und wir plagen uns leider
schon seit Jahren damit herum. Ich wäre aber zurückhaltend, hier zu
viele Details auf den Markt zu bringen, weil auch die Taliban dies
lesen.“ Man müsse vielmehr „alles unterlassen, was für die Soldaten
im Einsatz zu Problemen führen könnte. Wir haben jetzt ja jede Woche
Gefechte. Und die Soldaten sind mehr denn je gefährdet. Wir müssen
die Beschwerden vielmehr zeitnah auswerten und abstellen. Das ist
entscheidend.“
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