Kölner Stadt-Anzeiger: Ex-Außenminister Kinkel: Wir gehören in den UN-Sicherheitsrat

Köln. Der ehemalige Außenminister Klaus Kinkel (FDP)
hat die Wahl Deutschlands zum nicht-ständigen Mitglied des
Weltsicherheitsrates gewürdigt. Er forderte gleichzeitig einen
ständigen Sitz in dem UN-Gremium.

„Ich finde das gut“, sagte er dem „Kölner Stadt-Anzeiger“
(Mittwoch-Ausgabe). „Dieser Sitz ist wichtig für Deutschland. Ich
freue mich. Ich freue mich auch für Guido Westerwelle. Denn viele
haben ja schon gehofft, dass er auch da reinfällt.“ Der amtierende
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) hatte sich besonders für den
Erfolg stark gemacht. Da mit einem ständigen europäischen Sitz im
Weltsicherheitsrat nicht zu rechnen sei, fuhr Kinkel jedoch fort,
„müssen wir als ständiges Mitglied in den Sicherheitsrat – als
zwölftgrößtes Land dieser Erde.“ Es gehe „nicht so sehr darum, was
wir bewegen können, sondern dass wir dabei sind und mitspielen, wenn
es um Militäreinsätze oder die Verwendung von Geld geht“. Er habe
sich als Außenminister immer sagen lassen müssen: ,Lieber deutscher
Außenminister, jetzt kommen wir leider in den Kreis der
Sicherheitsratsmitglieder. Bitte verlassen Sie jetzt dieses Zimmer.–
Das sei „damals schon ein kleiner Witz“ gewesen und sei es heute noch
mehr. „Die großen Kontinente gehören in den Sicherheitsrat – Afrika,
Lateinamerika, Asien. Aber mit denen zusammen gehören wir auch da
rein.“

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