Kölner Stadt-Anzeiger: Boock weist Verdacht zurück, Aussage zugunsten Verena Beckers wegen des Prozesses gemacht zu haben. Früherer RAF-Terrorist: Habe mich schon vor Monaten geäußert

Köln. Der frühere RAF-Terrorist Peter-Jürgen Boock
hat den Verdacht zurückgewiesen, seine Aussage zugunsten der
ehemaligen Gesinnungsgenossin Verena Becker ziele auf den am
Donnerstag beginnenden Prozess gegen sie. Erstens habe er die
Aussagen bereits „vor Monaten“ gemacht, sagte er dem „Kölner
Stadt-Anzeiger“ (Dienstag-Ausgabe). „Und zweitens bin ich danach
gefragt worden.“ Dass die Sache jetzt publik werde, sei nicht seine
Verantwortung. „Da fragen Sie doch am besten bei Spiegel TV nach und
nicht mich.“ Boock hatte erklärt, nicht Becker habe 1977 auf den
damaligen Generalbundesanwalt Siegfried Buback geschossen, sondern
Stefan Wisniewski. Auf die Feststellung, dass Ex-RAF-Leute sich
normalerweise über ihre Taten ausschweigen, reagierte der 59-Jährige
mit den Worten: „Zu denen habe ich nicht gehört.“

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