Köln. Der von US-Einheiten im Juli in Afghanistan
festgenommene Deutsch-Afghane Ahmad S. wird derzeit von Beamten des
Bundesamtes für Verfassungsschutz und des Bundesnachrichtendienstes
im afghanischen US-Militärgefängnis Bagram verhört. Das berichtet der
„Kölner Stadt-Anzeiger“ (Samstag-Ausgabe) unter Berufung auf
Sicherheitskreise. Ahmad S. gilt als eine wesentliche Quelle der
aktuellen Terrorwarnungen seitens der USA. „Zurzeit haben wir Zugang
zu ihm“, heißt es in den Kreisen. Allerdings gebe es noch keine
Erkenntnisse über die Glaubwürdigkeit des Islamisten. Dessen Aussagen
würden nun mit den Aussagen anderer Terrorverdächtiger sowie weiterer
Erkenntnisse abgeglichen. US-Vizeaußenminister James Steinberg hatte
am Donnerstag bekräftigt, dass die Terrorwarnung seines Landes für
Europa vorerst bestehen bleibe. Ahmad S., dessen Aussagen von den
deutschen Sicherheitsbehörden bisher nur bedingt ernst genommen
wurden, soll demnächst in die USA überstellt werden. Bis Anfang
Oktober hatten die USA ihn vor den Deutschen abgeschirmt.
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