Der ukrainische Oppositionsführer Vitali Klitschko ist von dem Treffen, zu dem Präsident Wiktor Janukowitsch die Vertreter der Opposition am Freitagnachmittag in Kiew eingeladen hat, sehr enttäuscht. „Ich fürchte, dass ein Runder Tisch nur dazu dienen soll, uns mit leerem Gerede hinzuhalten“, sagte Klitschko dem „Spiegel“. „Ich habe den Präsidenten gewarnt – sollte es zu einem Polizeieinsatz kommen, wird das schlimme Folgen haben. Für das Land, aber auch für ihn persönlich.“ Klitschko setzt bei der weiteren Entwicklung der Ukraine auf Berlin. „Deutschlands Wort hat hier großes Gewicht. Ich wäre froh, wenn sich die Bundesregierung als Vermittlerin einschalten würde.“ Auch mit Wirtschaftssanktionen, die das Weiße Haus der Ukraine angedroht hat, könnte sich der Oppositionsführer anfreunden. Klitschko zum „Spiegel“: „Wenn der Präsident auf die Idee kommen sollte, friedliche Demonstranten zu unterdrücken, sind sie nötig.“
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