Wie wird man Kleinunternehmer?
Grundsätzlich ist jeder Unternehmer Kleinunternehmer solange er sich in den einschlägigen Umsatzgrenzen bewegt. Im Rahmen des Fragebogens zur steuerlichen Erfassung, den jeder Unternehmer bei Aufnahme der gewerblichen Tätigkeit von seinem Finanzamt erhält und ausfüllen muss, wird er jedoch gefragt, ob er die Kleinunternehmerregelung auch weiterhin in Anspruch nehmen möchte oder zur Regelbesteuerung wechseln (optieren) möchte. Sofern er sich in den relevanten Umsatzgrenzen bewegt, hat der Unternehmer also ein Wahlrecht zwischen Regelbesteuerer oder Kleinunternehmer. Oberhalb der Umsatzgrenzen entfällt die Kleinunternehmerregelung automatisch.
Für wen lohnt sich die Kleinunternehmerregelung?
Die Kleinunternehmerregelung empfiehlt sich besonders für Unternehmen, die zur Einrichtung und Ausübung ihrer gewerblichen Tätigkeit nur wenige Investitionen benötigen und deren Kundenkreis sich vorwiegend aus Privatkunden zusammensetzt. Meist ist dies auf Unternehmen der Dienstleistungsbranche zutreffend, wie etwa Handelsvertreter.
Die fehlende Möglichkeit zum Vorsteuerabzug fällt bei nur geringem Investitionsaufwand weniger stark ins Gewicht und auch die privaten Endverbraucher stören sich nicht an der nicht extra ausgewiesenen Umsatzsteuer auf den Rechnungen des Kleinunternehmers.
Mehr Informationen rund um den Kleinunternehmer finden Sie auf KleinunternehmerPortal