Auch im WM-Jahr 2010 erzielte die deutsche
Kinowirtschaft erneut über 800 Millionen Euro Umsatz. Mit 847.166.540
Euro vom 31.12.2009 bis zum 12.12.2010 werden aktuell nur vier
Prozent Minus zum Vorjahr verzeichnet (2009: 882.255.705 Euro).* Die
Gesamtbesucherzahl bis zum 12.12.2010 liegt mit 114.313.995 unter
anderem auf Grund der Fußball-Weltmeisterschaft um 16,9 Prozent
hinter den Ergebnissen von 2009. Im Vergleichszeitraum 2009
verzeichneten die Kinos über 137 Millionen Besucher. „Immer mehr
Leinwände werden auf 3D umgerüstet, was den Umsatz weiter
vorantreibt“, erläutert Dr. Andreas Kramer, stellvertretender
Vorstandsvorsitzender des HDF Kino e.V. „Bei den Besucherzahlen
merken wir unabhängig von der WM, dass sie sich seit fünf Jahren
relativ konstant zwischen 125 und 140 Millionen einpendeln. In diesem
Rahmen werden wir uns bis zum Jahresende voraussichtlich auch
bewegen. Der Umsatz ist jedoch auf Grund von 3D in den Jahren 2009
und 2010 wesentlich gestiegen.“
Die erfolgreichsten Filme 2010
„Von Januar bis Dezember 2010 sorgten vor allem
Hollywood-Blockbuster in 2D und 3D für volle Kinokassen“, so Jan
Oesterlin von der Zukunft Kino Marketing GmbH. „Weiterhin an erster
Stelle steht –Avatar – Aufbruch nach Pandora–, der seit seinem Start
im Dezember 2009 einen unglaublichen Umsatz von 114.009.267 Euro und
11.232.276 Besuche erreichte.“ Auf Platz zwei konnte sich bereits
nach der vierten Auswertungswoche „Harry Potter und die Heiligtümer
des Todes Teil 1″ (35.810.164 Euro Umsatz, 4.534.066 Besucher)
behaupten, gefolgt von „Alice im Wunderland“ nach Umsatz (28.328.701
Euro Umsatz, 2.966.193 Besucher) sowie „Inception“ nach Besuchern
(26.560.009 Euro Umsatz, 3.408.342 Besucher). Mit 1.538.719 gelösten
Tickets und 10.365.945 Euro Umsatz ist „Friendship!“ der
besucherstärkste deutsche Film. Als bislang umsatzstärkster deutscher
Film konnte sich „Resident Evil: Afterlife“ (auch in 3D) mit
1.144.082 Besuchern und 11.609.579 Euro Umsatz platzieren.
Prognose 2011
Vom Kinojahr 2011 erhofft sich die Filmwirtschaft ein ähnlich
gutes Ergebnis wie 2009. „Insbesondere der deutsche Film ist nächstes
Jahr mit sehr vielfältigen und überaus spannenden Produktionen
vertreten. Das Spektrum reicht von Wim Wenders –Pina– in 3D, –Der
ganz große Traum des Konrad Koch– mit Daniel Brühl über Til
Schweigers Komödie –Kokowääh– und Matthias Schweighöfers Regiedebüt
–What a Man– bis hin zu internationalen Ko-Produktionen wie –Unknown–
mit Liam Neeson und Bruno Ganz“, erläutert Johannes Klingsporn,
Geschäftsführer des Verbands der Filmverleiher e.V. „Mich freut
besonders, dass immer mehr Künstler so viel Lust auf Kino haben, dass
sie nicht nur vor der Kamera stehen, sondern auch produzieren und
Regie führen. Das zeigt, wie künstlerisch und wirtschaftlich
attraktiv deutsche Filme geworden sind. Sehr erfolgreiche
Produktionen werden sogar zur Marke, man denke nur an die
Keinohrhasen-Reihe.“ Matthias Schweighöfer, Schauspieler, Regisseur
und Produzent, bestätigt dies: „Die momentane Situation im
Filmbereich ist enorm kreativ und voller Tatendrang, was mir eine
Menge Freude macht. Daher freue ich mich besonders auf 2011. Nicht
nur mit –What a Man–, sondern auch mit vielen anderen spannenden
deutschen Produktionen kommen hier eine Menge Highlights auf das
Publikum zu.“
Neben neuen Stoffen, wie etwa der Tommy Jaud-Verfilmung
„Resturlaub“ oder „Tom Sawyer“ von Hermine Huntgeburth, wird es 2011
auch ein Wiedersehen mit vielen bekannten Filmfiguren aus sehr
erfolgreichen, deutschen Produktionen in den Kinos geben. Darunter
beispielsweise „Männerherzen … und die ganz, ganz große Liebe“,
„Keinohr- hasen 3“, „Wickie auf großer Fahrt“ (auch in 3D) oder die
„Vorstadtkrokodile 3“.
Aber nicht nur die deutschen Filme sind sehr gut aufgestellt, auch
viele internationale Produktionen lassen auf Kassenerfolge hoffen,
wie etwa „The Green Hornet“ mit Oscar-Gewinner Christoph Waltz,
„Harry Potter und die Heiligtümer des Todes Teil 2“, der auch in 3D
zu sehen sein wird, „Pirates of the Caribbean – Fremde Gezeiten“
(auch in 3D) mit Johnny Depp, Stephen Spielbergs 3D-Verfilmung von
„Die Abenteuer von Tim und Struppi“, „Breaking Dawn – Bis(s) zum Ende
der Nacht 1″, der vorletzte Teil der Twilight-Saga, „Hangover 2“ oder
Roman Polanskis „Der Gott des Gemetzels“. Angesichts dieser
erfolgversprechenden Filmvielfalt wagt Johannes Klingsporn eine
ambitionierte Prognose für 2011: „Das sehr attraktive Filmangebot
2011 lässt Großes hoffen. Ich halte es für durchaus realistisch, dass
wir nächstes Jahr die Eine-Milliarde-Umsatzmarke knacken.“
* Quelle dieser und aller folgenden Zahlen: Rentrak Germany GmbH,
Marktstatistik Deutschland Jahresreport 2010 (31.12.2009 –
12.12.2010)
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