Die Forderung der FDP zur Gleichstellung
homosexueller Paare beim Adoptionsrecht, die von
Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erneut
bekräftigt wurde, stößt beim Kolpingwerk Deutschland auf Kritik.
„Aus Sicht des anzunehmenden Kindes ist nach Auffassung des
Kolpingwerkes die Adoption durch ein Ehepaar in der Regel die beste
Lösung.“ betont der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland,
Ottmar Dillenburg, Schon der Umstand, zur Adoption freigegeben worden
zu sein, könne für Kinder beeinträchtigend sein. Das Aufwachsen in
einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft stelle eine
Situation dar, mit der sich das Kind in einer besonderen Weise
auseinandersetzen müsse.
Das Kolpingwerk Deutschland bekundet in seinem Leitbild Respekt
vor der Entscheidung von Menschen zu ihrer Lebensform. Dies gilt auch
für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Es erkennt an, dass hier
Werte wie Treue, Verlässlichkeit und Fürsorge gelebt werden. Eine
Abwertung oder Diskriminierung der Menschen ist daher abzulehnen.
„Daraus ergibt sich jedoch keine automatische Gleichstellung mit Ehe
und Familie, die vom Grundgesetz als besonders schutzwürdig für das
Aufwachsen von Kindern benannt werden“, betont Ottmar Dillenburg.
„Bei der Frage der Adoption und der Gestaltung des Aufwachsens von
Kindern muss das Kindeswohl im Vordergrund stehen.“ ergänzt
Dillenburg. Die Einführung einer Adoptionsregelung sei insoweit auch
etwas grundlegend anderes als die Frage der Behandlung
erbschaftssteuerlicher Angelegenheiten bei eingetragenen
Lebenspartnerschaften.
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