Kfz-Gewerbe fordert Klarheit bei Winterreifenpflicht

Klare Verhältnisse bei der
Winterreifenpflicht hat Robert Rademacher, Präsident des
Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), gefordert.
Anlässlich der Eröffnung der Automechanika am 14. September in
Frankfurt betonte er, im Sinne der Verkehrssicherheit, aber auch für
den Vertrauensschutz im Handel und bei den Autofahrern sei eine
Präzisierung der Vorschrift dringend geboten. Die
Straßenverkehrsordnung (Paragraph 2, Absatz 3a) schreibt vor, dass
die Ausrüstung von Kraftfahrzeugen den Wetterverhältnissen anzupassen
ist. Dazu gehört insbesondere eine geeignete Bereifung. Dieser Passus
war dem Oberlandesgericht Oldenburg nicht präzise genug. Ein
entsprechendes Urteil sorgte inzwischen für große Verunsicherung.

Darüber hinaus sprach sich Rademacher für die Förderung des
Erwerbs von Elektrofahrzeugen aus. Anders sei das Ziel der
Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 etwa eine Million Elektrofahrzeuge
auf die deutschen Straßen zu bringen, kaum zu erreichen. Außerdem
bestünde sonst die Gefahr, im Vergleich mit anderen Ländern wie zum
Beispiel Frankreich ins Hintertreffen zu geraten. „Wer eine führende
Rolle im Zukunftsmarkt Elektromobilität spielen will, muss dafür
sorgen, dass entsprechende Volumina dieser Fahrzeuge rasch in den
Verkehr kommen“, sagte Rademacher. Außer Kaufanreizen analog der
Umweltprämie sprach sich der ZDK-Präsident dafür aus, zinslose
Kredite und steuerliche Vergünstigungen beim Kauf eines
Elektrofahrzeugs zu gewähren. Weitere positive Effekte könnten durch
freies oder begünstigtes Parken in innerstädtischen Bereichen sowie
die Einführung des Wechselkennzeichens erzielt werden.

Pressekontakt:
Ulrich Köster
Zentralverband Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK)
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