Sperrfrist: 16.11.2017 15:00
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DBU-Finanzchef Dittrich: Klimaschutz ist Chance für Innovation und
Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft
„Wir müssen möglichst bald mit einem sozial verträglichen Ausstieg
aus der Kohle beginnen, sonst werden wir unsere Klimaschutzziele
nicht erreichen. Immer mehr große und kleine Unternehmen erkennen
dies und bekennen sich zum Kohleausstieg“, sagte heute Michael
Dittrich, Finanzchef der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), im
Rahmen der Weltklimakonferenz in Bonn bei einer Veranstaltung mit der
Stiftung Mercator. Die DBU fördert mit jährlich rund 50 Millionen
Euro vor allem Projekte kleiner, mittelständischer Unternehmen im
produktionsintegrierten Umweltschutz. Seit zwei Jahren nehme die DBU
keine Neuinvestments mehr in Kohle vor. „Für Deutschland wird der
schrittweise Ausstieg aus der Kohleverstromung ein notwendiger
Beitrag zum Erreichen der Klimaziele sein. Für langfristig
ausgerichtete Investoren ist ein Ausstieg aus der Kohlewirtschaft
daher ökologisch und ökonomisch sinnvoll“, so Dittrich.
Rentiert sich: Nachhaltige Kapitalanlagen
Seit über zehn Jahren seien nachhaltige Kapitalanlagen ein fester
Bestandteil der Anlagestrategie des hauseigenen Vermögensmanagements
der DBU. Eigene Untersuchungen und die Erfahrungen der letzten zehn
Jahre mit der DBU-Kapitalanlage zeigten, dass eine breit gestreute an
Nachhaltigkeitskriterien orientierte Anlage in Aktien oder
Unternehmensanleihen keine Nachteile bei den Ergebnissen erwarten
lasse. 85 bis 90 Prozent aller Aktien und Anleihen von Unternehmen im
Bestand der DBU seien nachhaltig. Zudem habe die DBU Ende 2015
beschlossen, keine Neuinvestments mehr in Kohle vorzunehmen und
bestehende Engagements abzubauen.
Klimaschutz fördert Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft
Dittrich: „Der Klimaschutz führt zu hohen Investitionen. Aber noch
teurer wird es, wenn wir die Klimaschutzziele nicht erreichen und die
prognostizierten Folgen eintreten.“ Die vielen Umweltpioniere, die
von der DBU gefördert werden, würden deutlich zeigen: Eine
Vorreiterrolle beim Klimaschutz bedeute auch eine große Chance für
die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen
Wirtschaft. „Deshalb müssen wir jetzt Fahrpläne oder Wege verabreden,
wie wir diese sehr ehrgeizigen Ziele konkret erreichen wollen“, so
der DBU-Finanzchef.
9.500 Projekte mit Hilfe von über 1,7 Milliarden Euro gefördert
Seit Aufnahme der Förderarbeit vor 25 Jahren hat die DBU über
9.500 Projekte mit über 1,7 Milliarden Euro gefördert. Finanziert aus
dem Stiftungskapital von heute über zwei Milliarden Euro stellt die
DBU jährlich etwa 50 Millionen Euro für neue Projekte zur Verfügung.
Die DBU fördert ausschließlich zeitlich und thematisch klar umgrenzte
Projekte und betreibt keine institutionelle Förderung von
Organisationen.
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