Frankfurt/Main, 21. Juli 2016 – Das Thema Sicherheit in Bahnhöfen und Zügen beschäftigt den Konzernbetriebsrat DB AG (KBR DB AG) schon seit langem, weshalb die
Interessenvertreter vor allem an die Politik immer wieder klare Forderungen stellen. Wie wichtig Investitionen in die Sicherheit sind, wurde durch die Ereignisse der vergangenen Tage trauriger Weise deutlich vor Augen geführt.
„Aus diesem Grund fordern wir die Politik und die Aufgabenträger im Regionalverkehr wiederholt ausdrücklich auf, klare Sicherheitsstandards bereits in den Ausschreibungen für Verkehrsverträge verbindlich festzuschreiben“, erläutert Jens Schwarz (Vorsitzender KBR DB AG) die Position der Interessenvertreter. „Zwingend erforderlich sind aus unserer Sicht eine Mindestbesetzung der Züge mit einem Zugbegleiter je Zug sowie eine Doppelbesetzung auf kritischen Strecken mit einem erhöhten Gefahrenpotenzial“, ergänzt er.
Gegen Billigangebote in Ausschreibungsverfahren verwehrt sich der KBR DB AG ganz klar. Denn diese gehen letztlich zu Lasten der Qualität und somit der Sicherheit. Vielmehr müssen Qualität und Sicherheit vorab in der Kalkulation berücksichtigt werden, um die geforderten Standards tatsächlich erfüllen zu können.
„Grundsätzlich unterstützen wir als Interessenvertreter Maßnahmen, die dazu beitragen, unsere Kolleginnen und Kollegen sowie die Kunden zu schützen“, betont Jens Schwarz und fügt an: „Allerdings erwarten wir, dass diese Maßnahmen konsequent umgesetzt werden. Sicherheit darf nicht als reine Kostenfrage betrachtet werden.“