Kann Olaf Scholz aktuell auch Kanzler sein?

Es war der unerwartet grandiose von Olaf Scholz, welcher in Hamburg sagenhafte 45,7 Prozent fuer sich und seine SPD als Sieg einfahren konnte, wobei die CDU auf jämmerliche 15,9 Prozent abrutschte (- 6,0 Prozent), die Grünen kamen auf 12,2 Prozent kamen und die Linken satte auf 8,5 Prozent eroberten. Selbst die FDP holte 7,4 Prozent und mit 6,1 Prozent sicherte sich die eurokritische Alternative für Deutschland (AfD) gab es für Bundeskanzlerin Angela Merkel den sprichwörtlichen Tritt in den Hintern.
Das Scholz hierbei die Wahlkampfattitüden einer Angela Merkel – ala: möglichst wenig anecken, solide administrieren, politische Versprechungen bedingt einhalten, kopiert hat – wird indes der SPD mit ihren mageren 25 Prozent im Bundesgebiet zu einer neuen Regierungsführung im Jahr 2017 nicht reichen – es sei denn man sagt von Seiten der SPD endlich JA zu Rot-Rot-Grün!
Vielleicht versucht es Scholz allerdings in Hamburg erst einmal mit einem Koalitionspartner FDP, diese wäre zumindest der wesentlich „leichtere“ Koalitionspartner, nicht nur weil Sie weniger Senatssitze bekommen wurde, sondern weil vor allem die Reibungspunkte bei den bekannten Problemthemen viel geringer wären.
Ob es für die SPD schlau war sich zum zweiten mal von Angela Merkel in einer Großen Koalition vorführen zu lassen sei hier allerdings nur am Rande umstritten erwähnt – was zumindest aktuell ebenso unbedeutend ist wie der Umstand, dass die Freie Hansestadt Hamburg den Freistaat Bayern im direkt-demokratischen Ranking überholt hat und eine wesentlich höhere Demokratielegitimität besitzt als alle anderen Bundesländer.
Wie man es jedoch auch dreht und wendet, im Bund heißt nach Ansicht von BERLINER TAGESZEITUNG – Berliner Tageblatt – Deutsche Tageszeitung das Problem der SPD – Agenda 2010, bevor man sich davon nicht lösen kann wird es nur schwerlich einen zukünftigen Bundeskanzler Olaf Scholz geben.