Was bringt Onlinewerbung? Was dem Werbetreibenden, was dem Publisher?
Spätestens seit dem vieldiskutierten Börsengang von Facebook sehen Unternehmen genauer hin, ehe sie Geld für Marketing im Internet in die Hand nehmen.
Die Zahl der Internetuser steigt weiter und damit auch die der erfahrenen Nutzer.
Viele von ihnen haben einen Werbeblocker eingeschaltet, andere sind so an Werbung gewöhnt, dass sie diese nicht mehr wahrnehmen.
Wieder andere fühlen sich genervt von all den vielen Werbeanzeigen, die immer schriller, aufdringlicher und grösser werden, um Aufmerksamkeit zu erheischen und einen Klick zu provozieren.
Schon Henry Ford kam zur Erkenntnis, dass 50 Prozent des Werbeetats rausgeworfen sind und fragte sich welche Hälfte davon.
Und die Publisher? Das Geschäftsmodell von vielen basiert auf Werbeeinnahmen.
Aber kann ein derartiges Geschäftsmodell unter den heutigen Bedingungen dauerhaft erfolgreich sein?
Zweifel sind angebracht.
Finnland on Line http://www.finn-land.net, eine Website mit ca 4.000 Seiten, die seit 2005 täglich aktuell aus Finnland berichtet, hat seine Marketingstrategie umgestellt.
Ziel ist ein werbefreies Finnland on Line. Statt der Schaltung von Werbeanzeigen bietet Finnland on Line interessierten Unternehmen an, die Patenschaft über eine oder mehrere Seiten der Website zu übernehmen.
Ist ein Pate für eine Seite gefunden, werden sämtliche Werbeanzeigen von der jeweiligen Seite entfernt. Was verbleibt ist ein für die Besucher gut sichtbarer Button: „Diese Seite ist Werbefrei dank …“ mit einem Link zur Seite des Paten.
Auffallen sich von der grossen Masse unterscheiden und somit Werben durch Antiwerbung lässt sich die Strategie kurz beschreiben, die Finnland on Line auch auf seine eBooks und andere Publikationen anwenden will.
Inhaberin Cornelia Kiaupa erklärt: „Für die Leser wird die website übersichtlicher, die Informationen leichter zugänglicher und sie werden es den Unternehmen, die dies ermöglichen, sicher danken.“
Weitere Informationen unter:
http://www.finn-land.net/antiwerbung.htm