k3 mapa GmbH: Buchbesprechung: „When money destroys nations“ von Philip Haslam

k3 mapa GmbH: Buchbesprechung: „When money destroys nations“ von Philip Haslam
 

Das Buch „when money destroys nations“ vom Süd-Afrikaner Philip Haslam erschien bereits 2015. Haslam beschreibt seine Reisen in das benachbarte Zimbabwe vor und während der Zeit der rasch steigenden Preise und anschließend Hyperinflation sehr anschaulich und mitfühlend. Er beschreibt ausführlich, wie die staatlich motivierte Geldwertzerstörung innerhalb weniger Jahre aus einem prosperierenden, an Bodenschätzen und Bevölkerung reichen Land ein verarmtes, korruptes, zerstörtes und zusammengebrochenes Land wurde. Der Grund für die rasch steigenden Preise / Hyperinflation ist immer und überall eine übermäßige Verschuldung, die mit einem ungebremsten Geldmengenwachstum einhergeht.

Die theoretische Fundierung der steigenden Preise / Hyperinflation, die Haslam darbietet, geht zurück auf die sogenannte „Österreichische Schule“ des 19. und 20. Jahrhunderts. Die österreichische Schule beweist, dass eine rasch wachsende Geldmenge zwangsläufig immer zu steigenden Preisen führen muss. Dabei gibt es häufig einen recht signifikanten Zeitversatz, so dass sich für den normalen Bürger der Zusammenhang häufig nicht direkt erschließt und ihm von der Politik gerne Ausreden für die steigenden Preise (Krieg, Wetter, Pech, etc.) vorgegaukelt werden können.

Die Geschichte wiederholt sich seit dem Altertum: ein unachtsamer Staat gibt mehr aus als er einnimmt (Sozialstaat, Krieg, Bürgergeld). Der Staat steht vor der Wahl: Ausgaben reduzieren, Steuern erhöhen oder (mehr) Verschuldung des Staates. Aufgrund der Negativauslese Selektion in der Politik (nur die Angepassten ohne Rückgrat machen Karriere), wählen die Politiker nicht das Richtige (Sparen), sondern erhöhen die staatliche Verschuldung mit der die Ausgaben gedeckt werden können. Steigende Schulden bedingen steigenden Zinszahlungen, welche zu weiter steigenden Schulden führen. Ein Schuldenkreislauf kommt in Gang.

Was haben die steigenden Schulden mit einer steigenden Geldmenge zu tun ? In einem Geldsystem, welches nicht durch Gold oder ähnliches gedeckt ist, – einem sogenannten FIAT Geldsystem – gilt der Satz von J.P. Morgan: „Gold ist Geld, der Rest ist Kredit.“ Er bedeutet, dass in dem FIAT Geldsystem entweder Geld (eigentlich: Währung) durch die Zentralbank oder die Geschäftsbanken durch Kreation von Schuldscheinen „aus der Luft“ geschaffen werden kann. In einem FIAT Geldsystem entspricht die Zunahme von Schulden immer eine Zunahme von Geld (besser: Währung) und vice versa.

Haslam analysiert im dritten Kapitel, ob es auch im Rest der Welt zu einer ähnlichen Entwicklung wie in Simbabwe kommen kann. Er sieht die Staatsverschuldung der USA (im Jahr 2015: 19.000 Milliarden US Dollar, Oktober 2023: 33.500 Milliarden US Dollar – fast eine Verdoppelung in weniger als 10 Jahren) als zu „hoch“ an und mahnt bereits in 2015 zu einem Ende der Schuldenorgie.

Seit 2015 hat die gesamte westliche Welt (inkl. China, ohne Russland) die staatliche Verschuldung weiter anwachsen lassen. Aktuell liegt die Staatsverschuldung der USA bei ca. 130% des Bruttoinlandsproduktes. Tendenz weiterhin stark steigend.

In der Geschichte gab es fast noch nie eine Situation in der diese hohe Verschuldung nicht durch Hyperinflation (1923 & 1948 in Deutschland) oder Zahlungsausfall (1971 in den USA) oder Wirtschaftskrise (1929 in den USA und Europa) entkommen worden wäre. Einzig einmal konnten die USA nach dem II. Weltkrieg durch finanzielle Repression ihrer Bürger und Wirtschaftswachstum der hohen staatlichen Verschuldung entkommen.

Am Ende des Buches empfiehlt Haslam aus den Erfahrungen Simbabwes zu lernen: Unternehmen und private können sich auf eine Hyperinflation vorbereiten und der Staat sollte von vornherein privates Geld zulassen. Dann hätte er keinen Zugriff mehr auf die Geldmenge und ihm wäre ein unendliches Verschulden unmöglich.

Das wäre ein wichtiger Schritt in eine bessere Welt.

Die k3 mapa GmbH ist eine Managementberatung mit starkem Umsetzungsfokus. Alle k3-Berater besitzen mindestens 15 Jahre internationale Erfahrung in der Managementberatung und / oder in weltweit tätigen Konzernen / Mittelstand. k3 besitzt Expertise in den Kernfunktionen der Wertschöpfungskette. Basierend auf diesen Kompetenzfeldern bietet k3 seinen Kunden Unterstützung in drei Themenbereichen an: Strategie, Effizienz- und Restrukturierungsprogramme und Operational Excellence. Weitere Informationen: www.k3-mapa.com oder direkt über info@k3-mapa.com