Es scheint unter den Managern in Deutschland eine sehr eindeutige Meinung zu geben wie mit der andauernden Euro Krise und der griechischen Unfähigkeit die Basisanforderungen der monetären Union zu erfüllen, weiterhin umgegangen werden sollte. Ungefähr 87% der an der k3 Sommer Befragung teilnehmenden Manager bevorzugen ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone (Grexit), als weiterhin Griechenland durch die Mitgliedsstaaten oder indirekt durch die Europäische Zentralbank (EZB) finanzielle Unterstützung zu gewähren.
„Einige der teilnehmenden Manager sind spanischer Nationalität, die in Deutschland arbeiten. Innerhalb dieser Gruppe ist der pro-Grexit Anteil sogar noch höher. Es scheint, dass die spanischen Manager der Meinung sind, dass in Spanien drastische Reformen durchgeführt werden mussten und erwarten, dass nun auch Griechenland Reformen durchführt. Allerdings scheinen sie der Meinung zu sein, dass wirkliche Reformen in Griechenland nicht durchgeführt, solange Griechenland finanzielle Hilfen erhält“, kommentiert Lourdes Ramirez, Büroleiterin von k3 mapa in Madrid, Spanien.
Weitere Sanktionen gegen Russland werden scharf zurückgewiesen
Fast 68% sehen Russland als langfristig strategischen Partner, der besser in die Weltgemeinschaft eingebunden werden muss als isoliert zu werden. Der Aufsichtsratsvorsitzende von E.ON und Bayer – Werner Wenning – möchte die „Beziehungen nach Moskau nicht abschneiden“. Wenning sitzt zusätzlich auch in den Aufsichtsräten von Siemens und Henkel. Dementsprechend lehnen auch 81% der Manager eine weitere Verschärfung der EU Sanktionen ab.
„Während die deutsche Politik sich in ein schwieriges Verhältnis zu Russland manövriert hat, demonstrieren die deutschen Manager wesentlich mehr Rückgrat und legen mehr Pragmatismus an den Tag und verstehen besser, dass es im Interesse Deutschlands ist mit Russland ein ausgewogenes Verhältnis zu bewahren“, so Thorsten Schuppenhauer weiter zu der mehrheitlichen Ablehnung weiterer Sanktionen gegen Russland.