Die fortschreitende Digitalisierung und der zunehmende Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) verändern die Geschäftswelt rasant. Doch während KI zahlreiche Chancen bietet, stellt sie Unternehmen vor neue Herausforderungen, insbesondere in Bezug auf den Datenschutz. Laut einer aktuellen Untersuchung des Digitalverbands Bitkom sehen 70 Prozent der Unternehmen Datenschutzverstöße als eines der größten Risiken beim Einsatz von KI (Bitkom-Leitfaden https://www.bitkom.org/sites/main/files/2024-07/202407bitkom-leitfaden-ki-datenschutz.pdf). Wie also können Unternehmen ihre Prozesse optimieren, ohne gegen Compliance-Regeln zu verstoßen?
Datenschutz und KI
Ein Balanceakt zwischen Innovation und Sicherheit
Der Einsatz von KI im Unternehmensumfeld ist vielversprechend: Von der Automatisierung von Geschäftsprozessen bis hin zum Recruiting kann Künstliche Intelligenz helfen, Zeit und Ressourcen zu sparen. Doch KI-Systeme sind nur so leistungsfähig wie die Daten, mit denen sie trainiert werden. Hier stellt sich die Frage: Welche personenbezogenen Daten dürfen verarbeitet werden?
Die DSGVO schreibt vor, dass personenbezogene Daten nur mit einer klaren Zweckbindung und auf Basis einer Rechtsgrundlage verarbeitet werden dürfen. KI-Systeme, die große Datenmengen analysieren und verarbeiten, müssen daher so programmiert sein, dass sie datenschutzkonform agieren. Besonders problematisch ist dabei die automatische Entscheidungsfindung: Welche Rechte haben Betroffene, wenn eine KI über ihre Bewerbung im Recruiting oder eine Bonitätsprüfung entscheidet?
Intuition und Menschenverstand als Schlüssel zur sicheren KI-Nutzung
Ein zentraler Punkt in der Debatte um Künstliche Intelligenz und Datenschutz ist die Frage, inwieweit Maschinen die Entscheidungsfähigkeit von Menschen ersetzen können. Datenschutzexperte Achim Barth betont in seinem Vortrag „Datenschutz in Zeiten von KI“, https://achim.barth-datenschutz.de/vortrag-ki-datenschutz-zukunft/
dass es essenziell ist, den gesunden Menschenverstand und die Intuition bei KI-gestützten Prozessen nicht auszuschalten.
Denn nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch rechtlich zulässig oder ethisch vertretbar. Unternehmen sollten daher eine verantwortungsvolle Compliance-Strategie entwickeln, die Datenschutzbestimmungen nicht nur einhält, sondern als festen Bestandteil der Unternehmensphilosophie etabliert.
Wie Unternehmen KI und Datenschutz in Einklang bringen können
Um den Spagat zwischen Zukunftstechnologie und Datenschutz zu meistern, sollten Unternehmen folgende Maßnahmen berücksichtigen:
Datenschutz-Folgenabschätzung: Vor der Einführung einer KI-Anwendung sollte eine Analyse der datenschutzrechtlichen Risiken erfolgen.
Datensparsamkeit: Es sollten nur die absolut notwendigen Daten für das Training und den Betrieb der KI genutzt werden.
Transparenz und Nachvollziehbarkeit: Entscheidungen einer KI sollten für Nutzer und Regulierungsbehörden nachvollziehbar sein.
Regelmäßige Audits: KI-Systeme sollten regelmäßig überprüft werden, um ungewollte Datenschutzverstöße zu vermeiden.
Diese Ansätze helfen, Compliance-Vorgaben einzuhalten und das Vertrauen von Kunden und Partnern in die KI-gestützten Prozesse zu stärken.
Fazit: KI, Datenschutz und die Verantwortung der Unternehmen
Künstliche Intelligenz wird die Geschäftswelt nachhaltig verändern – doch Datenschutz darf dabei nicht als Hemmnis, sondern als Qualitätsmerkmal gesehen werden. Unternehmen, die KI verantwortungsvoll und transparent einsetzen, profitieren langfristig von einem positiven Image und dem Vertrauen ihrer Kunden.
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