
August 2015, 10:00 Uhr morgens auf dem Trainingsgelände des Anpiff-ins-Leben Jugendförderzentrums für Mädchen- und Frauenfußball der TSG Hoffenheim in St. Leon-Rot: 18 Spielerinnen der U17-Mannschaft der TSG Hoffenheim sind in der finalen Phase der Vorbereitung für die Saison 2015/2016. Nächste Woche steht das Trainingslager an und das Training wird intensiviert. Zwei Trainer üben in zwei Gruppen Angriff-Abwehrszenarien während parallel der Torwarttrainer die Torfrauen mit langen Bällen in die Ecken fordert.
Auffallend auf dem Platz ist neben dem vollen Engagement der Spielerinnen die Ruhe. Es wird nicht geschrien und trotz der intensiven Tacklings mit Torschuss gibt es keine harten Fouls oder Streitigkeiten. Die Trainer unterbrechen immer wieder zwischendurch die Situationen und erklären/korrigieren die Abläufe.
Ich begleitete die Mannschaft in dieser Vorbereitung mit einer Studie zum Thema Werteorientierung:
Zuerst wurden die Trainer analysiert und erhielten in einem Rückmeldegespräch ihre Profilauswertung und wir diskutierten den Transfer in die Trainingspraxis. Auffallend im Profil der Trainer sowie des Jugendkoordinators sind die Harmonie der Profile und die starke Ãœbereinstimmung mit den Prinzipien und Ideen von „Anpfiff ins Leben“.
Marco Göckel (verantwortlicher Juniorinnenkoordinator) spricht von einer nachhaltigen Ausrichtung und Ausbildung. Diese geht weit über die reine fußballerische Entwicklung hinaus. Die Nachwuchsspielerinnen werden auch psychologisch begleitet, erhalten schulische Unterstützung und sollen auf ein Berufsleben vorbereitet werden.
Die Analyse der 18 Spielerinnen zeigt eine beeindruckende Ãœbereinstimmung mit den Grundwerten des Vereines. Bei den Spielerinnen sind dabei durchaus Unterschiede in der Ausprägung des „Ich“-Fokus zu sehen, aber auch eine sehr hohe Gewichtung des gemeinschaftlichen Umgangs und der Zusammenarbeit im Team.
Dabei benötigt jede Mannschaft bestimmte Führungsspielerinnen, die in kritischen Situationen vorangehen und die Mannschaft mitziehen können. Daher sind die vorhandenen Unterschiede in den individuellen Profilen durchaus erwünscht und passen zur Ausrichtung der Mannschaft und der jeweiligen Position der Spielerin. Weiteren Einfluss haben die individuellen Reifegrade und Persönlichkeiten der Spielerinnen, einige sind noch sehr stark heimat- und familienverbunden während andere sogar von zu Hause ausziehen, um bei der TSG Hoffenheim ihre duale Karriere voranzubringen.
Die ausgewogene Mischung der Profile, passend zur Ausrichtung der Mannschaft und der richtige Umgang miteinander bilden die Basis, um aus Individuen ein Hochleistungsteam zu formen. Die einzelnen Spielerinnen in ihrer Persönlichkeit zu kennen und entsprechend anzusprechen sowie die richtige Zusammenstellung im Team unterstützt die professionellen Trainingsmöglichkeiten, die am Förderzentrum gegeben sind.
In der B-Juniorinnen-Bundesliga Süd überwintert Hoffenheim an der Tabellenspitze.
Was ist 9 Levels?
Das Modell der „9 Levels of Value Systems“ stellt die Entwicklungen von Wertesystemen bei Personen, Gruppen und Organisationen dar.
Werte sind die konstitutiven Elemente der Kultur. Sie definieren Sinn und Bedeutung innerhalb eines Sozialsystems (Gruppe, Gesellschaft etc.). Viele Modelle setzen an den Verhaltensweisen von Personen oder an nicht veränderbaren Typologien an. Das Modell der 9 Levels geht tiefer – es erfasst die Werte. Ein mit der Kultur vermittelter Wert dient dem Menschen als „Richtlinie zum Verständnis“ bzw. zur Erkenntnis der Welt und wird infolgedessen bei der Planung des Verhaltens zur Prämisse. Die grundlegenden und handlungsweisenden Werte werden analysiert und erfasst und leiten die Denk- wie die Verhaltensweisen von Menschen, Teams, Abteilungen und Organisationen wie auch Vereine.
Diese prägen Kulturen:
-Werte treiben Menschen an
-Werte geben Richtungen an
-Werte stellen das Fundament für Be-Wertungen dar.
Was ist richtig und was ist falsch?
-Erfüllte Werte machen uns glücklich und erfolgreich
-Unerfüllte Werte machen uns unglücklich und erfolglos
Um diese sehr schwer greifbaren Wertesysteme messbar zu machen, hat das Institut für Value System mit wissenschaftlicher Unterstützung drei Analyse-Tools entwickelt, die sich in der Beratungs-, Coaching- und Trainingspraxis bewährt haben.
Das Modell der „9 Levels of Value Systems“ ist die Weiterentwicklung des Graves–schen Modells – basierend auf den Forschungsarbeiten von Prof. Clare W. Graves, der mit seiner Theorie die verschiedenen Perspektiven beschreibt, wie Menschen, Systeme und Organisationen, basierend auf ihrem biopsychosozialen System, die Welt betrachten und danach denken und handeln.
9 Levels kombiniert aktuelle Forschungsergebnisse und Lebensbezüge der Wirtschaftswelt und hat sich somit zu einem High-End-Produkt im Weiterbildungsmarkt entwickelt.