Die italienischen Behörden haben damit begonnen, Migranten aus Tunesien, die illegal nach Italien eingereist waren, Aufenthaltsgenehmigungen auszustellen. Mit den Papieren können die Flüchtlinge weiter nach Frankreich oder andere EU-Staaten reisen. Rund 20 Flüchtlinge sollen italienischen Medienberichten zufolge bereits am Samstag die Grenze zu Südfrankreich überquert haben. Am Sonntag sollen weitere gefolgt sein. Hunderte tunesische Flüchtlinge warten in der norditalienischen Stadt Ventimiglia auf die Visa. Frankreich hat verschärfte Grenzkontrollen eingerichtet, um die Einreise der Flüchtlinge zu verhindern. Der Präfekt der französischen Grenzregion soll angeordnet haben, die Bahnverbindung zwischen Italien und Frankreich zu unterbrechen. Insgesamt sind in den letzten Wochen etwa 23.000 Tunesier nach Italien geflohen. Die meisten davon wollen nach Frankreich, wo sie Verwandte oder Bekannte haben. Die französische Regierung hat noch nicht angekündigt, ob sie die Visa aus Italien anerkennen wird.
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