Im November 2011 waren laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit in ganz Deutschland über 40 Prozent mehr freie Arbeitsstellen im Bereich IT als noch ein Jahr zuvor verfügbar. „Besonders für Spezialisten, die sich weiterentwickeln und ihre Karriere vorantreiben wollen, ist diese Situation sehr günstig“, sagt Martin Vesterling, Geschäftsführender Gesellschafter der Vesterling Personalberatung.
Für viele Arbeitnehmer steht in diesen Wochen in der Regel das Jahresgespräch an. Dies kann unter anderem genutzt werden, um über das eigene Gehalt zu verhandeln. Doch das ist nicht alles: IT-Spezialisten, die bereits gut ausgebildet sind, können sich durch die passende Weiterbildung gute Chancen für die weitere Karriere eröffnen. Was das ausmachen kann, zeigt ein Vergleich des durchschnittlichen Gehalts: Während eine IT-Fachkraft im Schnitt etwa 64.000 Euro pro Jahr verdient, kommen Führungskräfte im oberen Segment auf ein Salär von 110.000 bis 150.000 Euro.
Welche Qualifikationen sind besonders gefragt?
Doch welche Qualifikationen sind besonders gefragt? „Wichtig für eine zielgerichtete Karriere ist die Fähigkeit, Lösungen logisch herleiten und argumentieren zu können“, betont Martin Vesterling. Außerdem sollte man sich schnell in neue Themen einarbeiten können, ein gewisses Problemlösungsvermögen mitbringen und über ein gutes Maß an sozialer Kompetenz verfügen. Wenn es um Programmiersprachen geht, sind viele Arbeitgeber laut Vesterling derzeit auf der Suche nach Experten in Java, C#, C++ und PHP. „Gegenüber dem Vorjahr hat sich wenig verändert, lediglich Objective-C hat in den vergangenen Monaten an Bedeutung zugelegt“, sagt Vesterling. Im Infrastrukturbereich hält sich der Bedarf an Microsoft- und Linux/UNIX-Spezialisten in etwa die Waage. „Bei Arbeitgebern stellen wir auch eine zunehmende Nachfrage nach Fachkräften mit Security-Kenntnissen fest“, so Vesterling.
Wie wichtig sind Zertifikate?
Beim Thema Zertifikate lässt sich dagegen keine allgemeine Einschätzung abgeben. „Natürlich schaden sie nicht, aber sie haben auch nicht für alle Berufsprofile die gleiche Relevanz“, erläutert Vesterling. Während Softwareentwickler in der Regel keine Zertifikate benötigen, sind sie im Umfeld von Infrastruktur, Sicherheit oder Netzwerken deutlich wichtiger. „Allgemein sehen wir Zertifizierungen aber nicht unbedingt als Garant für Qualität. Deshalb würden wir Unternehmen nicht empfehlen, sich vor allem darauf zu verlassen“, unterstreicht Martin Vesterling.
Andere Faktoren sind wichtiger. So sagt ein Zertifikat lediglich aus, dass eine Person sich bestimmtes Fachwissen angeeignet hat. Ob er es in die Praxis umsetzen kann, weiß man hingegen nicht. Zudem ist bei Zertifizierungen die wichtigste Grundlage vor allem, dass man sich Wissen für eine Prüfung aneignen kann. Für ein CISSP-Zertifikat müssen zum Beispiel 250 Multiple-Choice Fragen in sechs Stunden gelöst werden. Das lässt sich zur Not auch mit dem Kurzzeitgedächtnis lösen.
Die begehrtesten Arbeitgeber bei Hochschulabgängern
Im Blick auf die Arbeitgeber sind bei IT-Studenten Spitzenreiter aus ganz verschiedenen Branchen begehrt. Dazu zählen große Consulting-Unternehmen, Firmen aus der Automobil-, der Luft- und Raumfahrtbranche, interessante Software-Systemhäuser oder Forschungsinstitute. Richtig spannend für die Karriereentwicklung sind aber häufig innovative Unternehmen aus dem Mittelstand. Mittelgroße Unternehmen wie diese bieten Ihren Mitarbeitern meist mehr individuelle Entfaltungs- und eine Vielzahl an Erfahrungsmöglichkeiten an. Häufig können bei solchen Firmen auch rascher Verantwortungsbereiche in größerem Umfang wahrgenommen werden. Diese Vorteile sollten für die eigene zielstrebige Karriereentwicklung unbedingt berücksichtigt werden, empfiehlt Martin Vesterling.
Weitere Informationen unter:
http://www.vesterling.com