INVESTMENT RADAR 08/2024: Börsen-Sommerflaute? Fehlanzeige!

INVESTMENT RADAR 08/2024: Börsen-Sommerflaute? Fehlanzeige!
INVESTMENT RADAR 08/2024
 

Wie der aktuelle INVESTMENT RADAR deutlich macht, offenbarte der Blick auf die Aktienmärkte im vergangenen Monat ein differenziertes Bild. Zunächst wartete der Juli mit positiven Entwicklungen auf: Der breite Dow Jones beendete den Börsenmonat bei einem Stand von knapp 40.843 Punkten (+4,4 Prozent). Der S&P 500 notierte etwas im Plus, während der Nasdaq 100 leicht im Minus lag. Nachdem die Märkte zunächst durch die großen Tech-Aktien nach oben getrieben worden waren, wandten sich die Anleger vorübergehend von diesen ab und setzten stattdessen auf Nebenwerte und Old-Economy-Titel. Unterschiedliche Vorzeichen auch auf dem europäischen Kontinent: DAX und MDAX legten zu, wohingegen der Euro Stoxx 50 etwas einbüßte. Rückenwind aus China blieb weiterhin aus.

Ein markanter Einschnitt folgte Ende Juli: Die Bank of Japan (BoJ) hob den Leitzins von 0 bis 0,1 auf 0,25 Prozent an. Diese Zinserhöhung stellt eine wegweisende Veränderung in der japanischen Geldpolitik dar. Die Turbulenzen an den Finanzmärkten Anfang August sind teilweise auf diese Entwicklungen zurückzuführen. Die rasche Aufwertung des Yen und die damit verbundene Unsicherheit führten zu einem kurzfristigen Ausverkauf bei risikoreichen Anlagen. Mittlerweile haben sich viele Indizes wieder erholt.

Die volkswirtschaftliche Entwicklung hierzulande ist weiterhin enttäuschend. Die deutsche Wirtschaft steckt in der Krise fest. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im Juli auf 87,0 Punkte. Die Unternehmen zeigten sich weniger zufrieden mit ihren Geschäften. Mit Blick auf die kommenden Monate hat die Skepsis merklich zugenommen. In den USA verliert die Wirtschaft an Schwung, gleichzeitig setzte die US-Kerninflationsrate ihren Abwärtstrend fort und erreichte im Juli mit 3,2% den niedrigsten Stand seit April 2021. Insbesondere der Anstieg der Arbeitslosenquote nährt Befürchtungen, dass die US-Wirtschaft in eine Rezession abgleiten könnte. Schwächere Konjunkturdaten kombiniert mit Zinssenkungserwartungen sorgten für Rückgänge der Anleiherenditen in den USA und Deutschland.

Goldene Zeiten für das gelbe Edelmetall: Trotz des Auf und Ab an den Börsen hat der Goldpreis weiter zugelegt. Mitte August stieg er erstmals über die Marke von 2.500 US-Dollar. Der jüngste Anstieg ist auf die Erwartungen der Anleger hinsichtlich einer bevorstehenden Zinssenkung zurückzuführen.

Der komplette INVESTMENT RADAR 08/2024 ist kostenlos erhältlich unter:
BfV_Investment-Radar_August-2024.pdf.