Herangezogen wurden ausschließlich eindeutige Besuche mit Hilfe von webbasierenden Analysetools wie Google Analytics und die open Source Lösung Piwik Web Analytics. Der Vergleich betrug den Zeitraum des ersten Quartals 2010. Die Analyse zeigte erwartungsgemäß die massive Nutzung der beliebten Browser Mozilla Firefox (45%) und Internet Explorer (48%). Die Nutzung des Internet Explorers von Microsoft schlüsselte sich auf in Version 8 (61%), Version 7 (13%) und Version 6 (26%) – von der selbst Microsoft in jüngster Zeit aufgrund ungeschlossener Sicherheitslücken gewarnt hat. Bei Mozillas Firefox gab es wenig zu monieren. Alle Nutzer hatten mindestens die Version 3.0.10 als Browser installiert. Die Top 5 sind hier: Version 3.5.8 (22%), Version 3.6 (18%), Version 3.5.7 (17%), 3.6.2 (15%) und Version 3.5.6 (12%).
Noch näher hat sich myCI Consulting die Zugriffe der IE6 Nutzer angesehen. Ganze 86% der Browsernutzer kamen aus dem Gesundheitswesen. Krankenhäuser, Pflegeheime, Pflegedienste und Vereine, sogar Krankenkassen sind hier vertreten. Die öffentlichen Einrichtungen kommen immerhin noch auf 11%, von denen zumeist Büchereien involviert waren. Vorbildlich hingegen Banken und Versicherungen – sie teilten sich die letzten 3%.
Ob dieses Ergebnis ein prinzipielles Sicherheitsleck darstellt und inwieweit Systemadministratoren in diesen Netzwerken einen guten oder schlechten Job machen, oder aber auch ob der Nutzer selbst weiß, was er tut, kann eine solche Erhebung natürlich nicht beantworten. Es gibt zahlreiche weitere Methoden für Systemadministratoren, ein Netzwerk abzusichern. Doch gerade in solch sensiblen Netzwerken wie denen des Gesundheitswesens darf es keine, schon gar nicht offensichtliche, Sicherheitslücke geben. Updates – die letztendlich sogar kostenlos bereitgestellt werden – sind allerdings der letzte Punkt, an dem gespart werden sollte.