Internationale Fachkräfte dringend gesucht: So punkten Unternehmen mit flexiblen Lösungen

Der Fachkräftemangel in Deutschland verschärft sich zunehmend. Laut der Bundesagentur für Arbeit waren im Jahr 2023 über 1,7 Millionen Stellen unbesetzt – ein Rekordwert.
Besonders betroffen sind davon die Gesundheitsbranche, das Handwerk, die IT sowie technische Berufe. Während in Deutschland die Arbeitskräfte fehlen, gibt es weltweit jedoch eine Menge an qualifizierten Fachkräften, die nach neuen beruflichen Perspektiven suchen.

Immer mehr Unternehmen setzen deshalb auf eine internationale Rekrutierung, um ihre offenen Stellen zu besetzen. Dieser Prozess gestaltet sich jedoch komplex: Bürokratische Hürden, lange Visaverfahren und Integrationsfragen erschweren einen schnellen Einstieg. Zudem müssen Arbeitgeber nicht nur neue Talente gewinnen, sondern diese auch langfristig in ihrem Unternehmen halten.

Neue Wege in der Fachkräftegewinnung

Um dem Problem entgegenzuwirken, wurden in den letzten Jahren verschiedene Maßnahmen ergriffen.

Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz, das 2020 in Kraft getreten ist, erleichtert für qualifizierte Arbeitskräfte aus Nicht-EU-Staaten die Einreise und die Beschäftigung in Deutschland. 2023 wurden die Regeln erneut angepasst, um die Verfahren noch einmal zu beschleunigen und weitere Anreize für internationale Talente zu schaffen.

Eine Rolle spielen in diesem Zusammenhang auch bilaterale Abkommen: Deutschland hat zuletzt beispielsweise verstärkt mit Ländern wie Indien, Brasilien und Kenia kooperiert, um gezielt Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zu gewinnen. Besonders in der Pflegebranche werden so dringend benötigte Arbeitskräfte rekrutiert.