Innovation: Jedem fünften Unternehmen fehlen Ideen

Innovation: Jedem fünften Unternehmen fehlen Ideen
Fehlen in vielen Unternehmen: Frische Ideen (Bildrechte bei: Sergey Nivens – Fotolia)
 

Gute allgemeine Zahlen erschweren Sicht
In vielen Statistiken verschleiern die horrenden FuE-Ausgaben der Automobilriesen, dass es um deutsche KMU oft weniger gut bestellt ist. Die kollaborativen Studien des Leibnitz-Informationszentrums Wirtschaft und der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) zeigen sogar, dass Deutschland bei der Bedeutung nationaler KMU bei Innovationsvorhaben im internationalen Vergleich an vorletzter Stelle liegt. Nur in Japan nehmen Großkonzerne einen noch größeren Anteil ein. Wenn man bedenkt, dass mehr als 60% der Beschäftigten bei KMU arbeiten, offenbart sich hier dringender Nachholbedarf.

Mangelnde Kompetenzen und Fachwissen
Der KfW folgerte bereits, dass es vor allem an Kompetenzen und Fachwissen mangeln würde. KMU befinden sich in der schwierigen Situation, schnell entsprechende Fähigkeiten zu entwickeln, obwohl nicht immer klar ist, welche das in sich verändernden Kontexten sein werden. Siegfried Lettmann, der Interim Manager des Jahres 2018, erklärt: „Unternehmen, die merken, dass sie keine Ideen haben, stehen verschiedene Möglichkeiten offen, um diesem Umstand abzuhelfen. Ich habe etwa schon mehrere zweckgewidmete Innovationsassistenten in Unternehmen ausgebildet, um künftige Ideenentwicklungen zu erleichtern, externe Anbieter wie ich können auch den Aufbau der nötigen Strukturen besorgen, wenn intern die Kenntnisse dafür fehlen. Die unternehmerische Moderne ist eine Zeit der Kooperation, die besonders bei Innovationsthemen ein wichtiger Faktor sein kann.“

Häufig mangelndes Methodenwissen
„Auch“, so Lettmann weiter, „fallen Ideen natürlich nicht vom Himmel, sondern setzen eine entsprechende methodische Basis voraus. Es gibt zahlreiche, moderne Methoden, um Innovation zu befördern, angefangen vom Business Model Canvas, mit dem Geschäftsmodelle kreiert werden können, bis hin zu Werkzeugen wie der „aufgabenorientierten Analyse“ (z.B. outcome driven innovation), um das Innovations-Suchfeld finden, bestimmen und positionieren zu können. In vielen Betrieben sind leider zu wenige solcher Zugänge im Einsatz.“ Dies bestätigte auch Deloitte kürzlich, die betonen, dass 60% der deutschen Unternehmen zu wenige konkrete Innovations-Methoden einsetzen würden.