Initiativen kirchlicher Missbrauchsopfer reagieren kritisch auf die Ergebnisse der Bischofskonferenz und erwarten Gesetzesinitiative aus Bayern

Die Betroffenenorganisation
ECKIGER TISCH und der Verein Ettaler Missbrauchs- und
Misshandlungsopfer reagieren skeptisch auf die gestern vorgetragenen
Ergebnisse der Deutschen Bischofskonferenz in Fulda. Offensichtlich
tun sich die deutschen Bischöfe schwer, die nach wie vor im Raum
stehende Entschädigungsfrage zu beantworten.

Die Initiativen Ettaler Missbrauchs- und Misshandlungsopfer sowie
der ECKIGE TISCH kritisieren auch, dass die Opfer an der politischen
und innerkirchlichen Diskussion über Prävention und Entschädigung
nach wie vor zu wenig beteiligt würden. Überdies haben die Gespräche
am RUNDEN TISCH der Bundesregierung bisher kaum greifbare Ergebnisse
für die Opfer gebracht. Es wird daher die sofortige Einbeziehung der
Betroffenen am RUNDEN TISCH gefordert. Die Kritik der
Opferinitiativen richtet sich jetzt auch gegen Staat und Politik.
Diesbezüglich wird die jahrzehntelange Verletzung der Schul- und
Heimaufsicht durch staatliche Stellen angeprangert.

Die Initiativen begrüßen die Absicht des bayerischen
Landtagsabgeordneten Florian Streibl (FREIE WÄHLER) eine
Gesetzesinitiative zum „modifizierten Täter-Opfer-Ausgleich“ zu
planen. Dieses Modell wurde zusammen mit der Münchener Kanzlei Dr.
Lang & Kollegen sowie Mediatoren erfolgreich im Kloster Ettal
initiiert. Bei einem Opferkongress in Berlin wollen die Initiativen
am 25. und 26. 09. weitere Schritte einer bundesweiten
Solidarisierung prüfen.

Verantwortlich:
Ettaler Missbrauchs- und Misshandlungsopfer e.V. (
http://ettaler-missbrauchsopfer.de )
Rechtsanwälte Dr. Lang & Kollegen ( www.anwaltskanzlei-muenchen.de )
Bayerischer Landtag Fraktion Freie Wähler ( www.fw-bayern.de )