Infobest:“Wir verschenken wertvolle Potentiale“

Infobest:“Wir verschenken wertvolle Potentiale“
Infobest ist einer der führenden Spezialisten für IT-Nearshoring, IT-Offshoring und IT-Outsourcing
 

Leverkusen. Die IT-Branche ist eine Männerdomäne – zumindest in Deutschland. Obwohl hierzulande tausende Fachkräfte in den Bereichen IT, Programmierung, App- und Software-Entwicklung fehlen, werden Frauen noch immer zu wenig von Hochschulen und Unternehmen animiert, sich verstärkt in technischen Berufen zu engagieren. Anders machen es die skandinavischen Länder und ausgewiesene IT-Nationen wie Rumänien. Nicht umsonst hat sich das Balkanland als Nearshore-Standort etabliert und wird von mittelständischen und großen Unternehmen gerne für IT-Projekte in Anspruch genommen.

„Rumänien hat sehr viele IT-Fachkräfte und im Verhältnis zur Bevölkerung die höchste IT-Absolventenquote pro Kopf“, verdeutlicht Christian Becker, Geschäftsführer der Infobest-Unternehmensgruppe mit Niederlassungen in Leverkusen, München und im rumänischen Temeswar. Gut ein Drittel sei weiblich, so der Nearshore- und IT-Experte. Hier würden Potentiale besser genutzt als in Deutschland und gezielt in die technologische Zukunft investiert.

Das, so Becker, liege vor allem daran, dass Rumänien so wie viele andere nord- und osteuropäische Staaten ein anderes Rollenverständnis habe und junge Menschen früh an Technik gewöhne. Die Aufgeschlossenheit beider Geschlechter gerade in technischen Fragen werde schon früh gefördert – im Elternhaus, in der Schule, an den Universitäten und in den Unternehmen. Die Denke des „das haben wir schon immer so gemacht“, passe eben nicht in ein postsozialistisches Umbruchsystem, das nur durch Kreativität, Bildung und technologischen Fortschritt schnell Anschluss finden und Wohlstand erreichen könne.

Hinzu komme, dass gerade in den Ländern des ehemaligen Ostblocks Frauen schon immer gearbeitet hätten. „Das war Staatsdoktrin“, so der Rumänien-Kenner und Internationalisierungsexperte. Das habe für eine andere Arbeitskultur gesorgt, die Frauen auch und besonders in technischen Berufen und Leitungsfunktionen gefördert habe. Das gehöre zu den wenigen positiven Hinterlassenschaften dieser Systeme. Weibliche Potentiale stünden dort auch deswegen in einem höheren Maße zur Verfügung als in Deutschland. Die einseitige Fokussierung auf die familiäre Rolle der Frau habe es eben dort nicht gegeben.

Rumänien suche sich seine Nischen und habe sie vor allem in der IT gefunden. Als IT-Nearshoring-Standort hat es sich in westeuropäischen Ländern etabliert. Rumänische IT-Spezialisten seien weltweit gefragt. Möglich sei dies in dem Umfang nur, weil von Anfang an Frauen einbezogen und begeistert worden seien. Deutschland müsse durch intelligente Anreize verschiedener Akteure versuchen, einen ähnlichen Status zumindest annährend zu erreichen. Becker: „Es liegt nun an den Hochschulen und Betrieben, weibliche Potentiale zu wecken und Frauen für technische Berufe zu begeistern. Nearshoring und Offshoring ist eine gute Lösung. Aber allein damit werden der Fachkräftemangel und die erhebliche Nachfrage nach IT-Projekten nicht gelöst werden“.

Der Infobest-Geschäftsführer beruft sich gerne auf seine rund 80 IT-Experten in Rumänien und setzt mit deren Hilfe auch große Sourcing-Ansprüche um. Möglich sei dies in dem Umfang vor allem auch deswegen, weil Rumänien die Hausaufgaben in Sachen weiblichen IT-Know-hows gemacht habe, die hierzulande noch zu machen seien.

Weitere Informationen über Rumänien, Infobest und verschiedene IT-Sourcing-Strategien gibt es unter www.infobest.de.

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