Infobest: IT-Outsourcing richtig machen

Infobest: IT-Outsourcing richtig machen

Leverkusen. IT-Projekte erfordern Kompetenz und Fachkräfte. Doch diese sind in Deutschland immer schwerer zu finden. Programmierer, Softwareentwickler und IT-Spezialisten sind rar geworden im Technologieland Deutschland. Dabei ist eine funktionierende IT-Infrastruktur für viele Unternehmen erfolgsentscheidend. Die Antwort: Immer mehr Unternehmen lassen ihre Software im Ausland entwickeln und beschäftigen dort ganze Projektteams. Doch dies birgt auch Risiken, wenn man sich für das falsche Land entscheidet.

„Rumänien ist eines der Top IT-Länder und belegt in den einschlägigen Marktanalysen regelmäßig vordere Plätze unter den europäischen IT-Standorten“, erklärt der Geschäftsführer der Infobest Systemhaus GmbH Christian Becker. Sein Leverkusener Unternehmen betreibt Niederlassungen in München und im rumänischen Temeswar und setzt auf den Rechtsrahmen und die kulturellen Gemeinsamkeiten innerhalb der EU. Rumänien, so der Experte für IT-Nearshoring habe in Europa die höchste Quote an IT-Absolventen und verfüge über immense Fachkräftepotentiale. Die Menschen seien technologiefreundlich, innovativ und projekterfahren, wenn es um den Umgang mit deutschen Anforderungen und Standards gehe. Die meisten rumänischen Städte seien inzwischen gut und schnell zu erreichen und die Gemeinsamkeiten im Denken und Handeln seien erkennbar. Ein rumänischer Programmierer verdiene im Schnitt 40 Prozent dessen, was eine vergleichbare deutsche Fachkraft bekomme. „Es lässt sich also sparen ohne Qualitätsverluste und Einschränkungen“, so der Nearshore-Experte und Rumänien-Kenner.

In China und Vietnam, so Becker, könne man auf den ersten Blick sogar noch mehr einsparen. Hier lägen die durchschnittlichen Löhne und Gehälter bei nur 20 bis 25 Prozent im Vergleich zu Deutschland. Allerdings, und das ließen viele Unternehmensentscheider außer Acht, sind die Prozesskosten ungleich höher. Flüge kosteten weit mehr, der Planungsaufwand sei immens und die kulturellen Unterschiede verursachten oftmals Zusatzaufwand. „Sprache, Kultur, unterschiedliche technische und menschliche Herangehensweisen und die Transformation von Wünschen, Zielen und Gedanken insbesondere bei IT-Projekten und Softwareentwicklungen sind ein gewichtiger Faktor“, weiß Becker aus langjähriger Near- und Offshore-Erfahrung. Es sei wichtig, dass sich die Menschen verstünden und klar sei, was wer möchte, meint und versteht. Viele Unterschiede ließen sich auch durch noch so gut formulierte Pflichten- und Lastenhefte nicht ausgleichen.

Das bedeute nicht, dass deutsche Unternehmen nicht auch gut in China oder Vietnam entwickeln lassen könnten, so der Infobest-Geschäftsführer. Nur seien diese Länder eben nicht für jeden geeignet. IT-Offshoring in Fernost erfordere zumeist eine bereits bestehende Unternehmensinfrastruktur vor Ort. Große Unternehmen, die schon Personal dort haben, ein Projektmanagement in der Landessprache sicherstellen können, Erfahrungen mit und in diesem Ländern mitbringen, ohnehin diesen Markt bearbeiten und ein strategisches interkulturelles Management betrieben, hätten dort immense Vorteile. „Das sind aber eben wenige große Unternehmen“, rechnet Becker vor. Die meisten kleinen und mittleren Betriebe verlören sogar mehr als die eingesparten Personalkosten später im Prozess wieder.

Deswegen setzen Becker und sein rund 80 Personen starkes IT-Team verstärkt auf Rumänien. „Auch hier ist interkulturelle Kompetenz und deutsch-rumänische Projekterfahrung wichtig“, sagt er. Aber Europa ist eben Europa. Für kleine Mittelständler zwischen 300 und 3.000 Mitarbeitern gebe es fast keinen besseren IT-Outsourcing-Standort. Kosten und Nutzen stünden hier in einem gesunden Verhältnis.

Weitere Informationen über Infobest und IT-Sourcing-Strategien sowie die Vor- und Nachteile verschiedener IT-Nearshore- und -Offshore-Ziele gibt es unter www.infobest.de.

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