Im Team erfolgreicher

Im Team erfolgreicher

Die Entscheidung des Forums, Teamgründungen vor Sologründungen den Vorzug zu geben, begründet Geschäftsführerin Claudia Erben aus Erfahrung: „Viele technisch ausgereifte Ideen führen nicht zu einem Unternehmenswachstum über wenige Erstkunden hinaus. Der technisch begabte Gründer lässt
es oft an Vertriebsgespür mangeln. Wenn im Team auch das betriebswirtschaftliche Wissen zum Tragen kommt, besteht Aussicht auf überzeugendes Wachstum.“
Laut aktuellem Gründungsmonitor der KfW gründen in Deutschland – anders als im angelsächsischen Raum – vor al-lem naturwissenschaftlich-technisch ausgebildete Personen in den Bereichen Informations- und Kommunikationstechniken, Medizin sowie BioTech zu mehr als 90 Prozent alleine ein Unternehmen. Führende Venture Capital Gesellschaften setzen jedoch auf Vertriebskönnen und erwarten dafür einen Mitgründer mit einem MBA-Hintergrund statt mit einer rein technischen Ausrichtung. Aus den USA ist zu erfahren, dass Kapitalgeber heute eine Gründerperson mit Vertriebsprägung möglichst lange im Unternehmen zu halten versuchen. Vor noch fünf Jahren wurde der Gründungs-CEO bei externem Kapitalengagement oft direkt ersetzt.
Dass in Deutschland Raum für Teamgründungen besteht, lässt sich aus Sicht von Forum Kiedrich auch an dem hierzulande ausgeprägten Rückgang des Anteils innovationsorientierter Existenzgründer im Alter von 18 bis 24 Jahren ablesen. Betrug dieser laut dem 11. Deutschlandbericht der Global Entrepreneur Forschung (GEM 2010) nur 4,5 Prozent, so belief er sich 2002 noch auf knapp 14 Prozent. Gefragt, ob eine Unternehmensgründung eine attraktive berufliche Perspektive darstellt, bejahten dies 2010 jedoch 67 Prozent aller 18 bis 24-Jährigen: „Jungen Menschen mit Gründungspotenzial fehlt oft der motivierende Mitmacher. So wirkt sich bei ihnen die Angst vor dem Scheitern im Zusammenspiel mit unerkannten Marktchancen besonders nachteilig aus“, schließt Claudia Erben aus den neuesten GEM-Zahlen.
In den Workshop-Angeboten des Forum Kiedrich legt man seit geraumer Zeit den Schwerpunkt darauf, Vertriebsstärken zu fördern. So können jetzt Vorstellungskandidaten vergangener Gründermärkte üben, wie man mit einem Konzerneinkäufer umgeht und lassen sich in Kürze zum Thema Verhandlungsführung schulen.