IfKom-Ingenieurpreis 2023 für Benedikt Bugl, Absolvent der OTH Regensburg

IfKom-Ingenieurpreis 2023 für Benedikt Bugl, Absolvent der OTH Regensburg
Foto: Abdruck honorarfrei: v.l.n.r.: Prof. Dr. Armin Sehr, Benedikt Bugl, Heinz Leymann, Prof. Dr. Rainer Holmer
 

Der Berufsverband IfKom – Ingenieure für Kommunikation e. V. zeichnete Benedikt Bugl, Master of Science und Absolvent der Ostbayerischen Technischen Hochschule Regensburg mit dem IfKom-Ingenieurpreis für seine herausragende Masterarbeit mit dem Titel „Bionic Acoustic Camera, Using an Artificial Head“ aus.

Der IfKom-Bundesvorsitzende Heinz Leymann überreichte den Preis auf der Festveranstaltung zum 100-jährigen Bestehen des Ingenieurverbandes IfKom im Museum für Kommunikation Berlin unter Anwesenheit von Prof. Dr. Armin Sehr und Prof. Dr. Rainer Holmer von der OTH Regensburg sowie Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Wirtschaft.

In einer Diskussionsrunde mit den insgesamt drei Preisträgern, die am 19. Oktober in Berlin ausgezeichnet wurden, zeigte sich Bugl zufrieden mit den Studienbedingungen und den Inhalten der Studienfächer. Zugleich registriere er aber eine nachlassende Nachfrage nach Studiengängen mit mathematischen Schwerpunkten und Elektrotechnik. Auch das Interesse junger Frauen sei unterproportional ausgeprägt.

Der Präsident der OTH Regensburg, Prof. Dr. Ralph Schneider, schreibt dazu in seinem Grußwort zum Jubiläum der IfKom: „Zuallererst müssen wir die jungen Menschen aber für ein Ingenieurstudium begeistern, indem wir ihnen verdeutlichen, dass die großen gesellschaftlichen Herausforderungen wie Klimawandel, Energiewende und Versorgungssicherheit in allererster Linie durch die Ingenieurwissenschaften gemeistert werden können.“

Mit dem IfKom-Ingenieurpreis würdigen die IfKom herausragende fachliche Leistungen, zu denen die Masterarbeit von Benedikt Bugl gehört. Die Besonderheit der in diesem Rahmen entwickelten Bionischen Akustischen Kamera ist die Verwendung eines Kunstkopfs und somit die ausschließliche Verwendung von Audiodaten, wie sie auch der Signalverarbeitung im menschlichen Gehirn vorliegen, zur Quellenortung. Besonderer Fokus liegt auf der robusten Messung von Head Related Transfer Functions (HRTFs). Neben der Forschung an Ortungsalgorithmen bietet das gänzlich neue System der interdisziplinären medizinischen Forschung die Möglichkeit, Theorien und Modelle über die neuronale Verarbeitung akustischer Ortungsmerkmale unter realitätsnahen Bedingungen in Echtzeit zu testen.

Die Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg ist Fördermitglied des IfKom e. V. Hochschule und IfKom sind sich einig: Ingenieurhandeln muss den technischen Fortschritt und seine Folgen für Mensch und Umwelt ganzheitlich betrachten. Zudem gewinnt Ingenieurkompetenz angesichts zunehmender Digitalisierung und Innovationen in der Kommunikationstechnik weiter an Bedeutung, was wiederum Einfluss auf die zukunftsorientierte Gestaltung der Studiengänge hat.