Der Verband der Ingenieure für Kommunikation e. V. (IfKom e. V.) fordert eine leistungsfähige, sichere und zukunftsfähige Infrastruktur sowie eine Verbesserung der Rahmenbedingungen. Damit schließt sich der Ingenieurverband den gemeinsamen Forderungen anderer Verbände wie eco – Verband der Internetwirtschaft, VATM, ANGA und weiterer Unterstützerverbände an. Die gemeinsamen Botschaften lauten:
„Deutschland braucht deutlich leistungsfähigere digitale Infrastrukturen. Neben bundesweiten gigabitfähigen Anschlüssen und modernstem Mobilfunk zählen hierzu auch zuverlässige und performante Internet-Austauschknoten sowie sichere und hochverfügbare Rechenzentren. Flächendeckende, hochleistungsfähige Netze sind die Grundvoraussetzung für die erfolgreiche digitale Transformation in Deutschland. Davon hängen die Wettbewerbsfähigkeit der Wirtschaft sowie letztlich auch Steuereinnahmen und Beschäftigung ab.
Mit der Aufrüstung der glasfaserbasierten HFC-Netze der Kabelnetzbetreiber sowie dem Ausbau von Glasfaser bis ins Haus werden in den nächsten Jahren für mehr als 70 Prozent der deutschen Haushalte Gigabit-Anschlüsse zur Verfügung stehen. Voraussetzung dafür ist ein investitions- und wettbewerbsfreundlicher Rahmen. Eine Herausforderung bleibt eine flächendeckende Versorgung in Gebieten, die wirtschaftlich nicht erschließbar sind. Dort müssen mit Hilfe von Fördergeldern weitgehend kupferbasierte FTTC-Netze auf echte Glasfaseranschlüsse FTTB/H migriert werden. Es ist zu begrüßen, dass die Politik nunmehr den FTTB/H-Ausbau als Förderziel definiert und ihr Förderprogramm entsprechend angepasst hat.
Um den eigenwirtschaftlichen Ausbau zu unterstützen, muss die Politik die Rahmenbedingungen für Telekommunikationsunternehmen, Investoren und Dienstleister im internationalen Vergleich erheblich verbessern, wenn Deutschland eine Spitzenposition bei der Digitalisierung einnehmen soll.“
Die IfKom setzen sich für flächendeckende Gigabitnetze in Deutschland bis zum Jahr 2015 ein. Dazu fordert der Ingenieurverband, auch die Möglichkeiten neuer Verlegetechniken offensiver zu nutzen. Zudem müssen die Planungs- und Genehmigungsprozesse deutlich schneller werden. Nur in einem Gleichklang aller Maßnahmen können auch die Fördergelder ihre Wirkung entfalten. Die Weichen dazu müssen jetzt richtig gestellt werden!