Obwohl es theoretisch möglich wäre, stimmen nur 16 % der Teilnehmenden den Aussagen zu, dass die Technologie die Finanzdienstleister oder das Bargeld ersetzen wird. Auch den möglichen Wegfall von Notaren aufgrund der Blockchain-Technologie halten 66 % der Befragten für unwahrscheinlich.
Wesentlich mehr Zustimmung (85 %) erhielt die Behauptung, dass diese Technologie intelligente Verträge, sog. „smart contracts“, ermöglicht. Die zukünftige Anwendung der Blockchains in diesem Bereich schätzen die Experten also als sehr realistisch ein. Außerdem gehen die meisten Befragten davon aus, dass Banken ihren Kunden den Zugang zu Produkten und Services der Blockchain-Technologie ermöglichen werden.
Bei der Frage, ob es Finanzdienstleistern gelingt, ihr Geschäftsmodell auf die Blockchain-Technologie auszurichten, sind sich die Experten allerdings uneinig. Während 45 % der Befragten dieser Aussage zustimmen, lehnen 51 % sie ab. Ein ähnliches Ergebnis zeigte sich bei der Bewertung der Behauptung, dass das disruptive Potenzial der Blockchain-Technologie überschätzt wird. Etwas über die Hälfte (52 %) der teilnehmenden Experten halten diese Aussage für zutreffend, 42 % jedoch nicht.
Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die Blockchain-Technologie eine komplexe Thematik darstellt, mit der sich zunächst einmal eingehend befasst werden muss. Sie bietet insbesondere für das Finanzwesen einige sinnvolle Anwendungsmöglichkeiten. Laut den befragten Experten werden die Banken sich diese Technologie in den nächsten Jahren zunutze machen, allerdings ohne, dass die Technologie Finanzdienstleiter, Notare oder das Bargeld ersetzen wird.