Die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft
Pricewaterhouse Coopers hat in Zusammenarbeit mit dem Darmstädter
WifOR-Institut eine aktuelle Studie vorgelegt. Hierin wird für die
kommenden zehn Jahre ein Bedarf von 140.000 zusätzlichen
Vollzeitstellen für Pflegefachkräfte allein im Krankenhaussektor
ermittelt. Zurückgeführt wird dieser enorme Bedarf an
Krankenpflegefachkräften auf die zunehmend älter werdende Bevölkerung
und die damit verbundene medizinische Behandlungsbedürftigkeit.
„Bei diesen Zahlen ist der Bedarf an Pflegefachkräften in der
Altenpflege noch nicht berücksichtigt. Die wirkliche Dramatik des
Fachkräftemangels wird erst deutlich, wenn auch dieser bereits in den
nächsten zehn Jahren rapide zunehmende Pflegebedarf mit einbezogen
wird“, sagt Bernd Meurer. Der Präsident des Bundesverbandes privater
Anbieter sozialer Dienste e. V. (bpa), weist darauf hin, dass nach
der vom bpa in Auftrag gegebenen Studie von Professor Dominik H.
Enste vom Deutschen Institut der Wirtschaft der zusätzliche Bedarf an
Pflegefachkräften allein in der Altenpflege 2020 mehr als 230.000
Vollzeitstellen betragen wird.
„Insgesamt brauchen wir zur Versorgung unserer älteren Bevölkerung
rund 400.000 neue vollzeitbeschäftigte Pflegefachkräfte. Dies
entspricht den Einwohnerzahlen von Mainz und Erfurt zusammen. Im
gleichen Zeitraum brauchen wir 56.000 neue Ärzte. Es wird Zeit, dass
dieser Zustand erkannt wird“, so Bernd Meurer.
Für Rückfragen:
Herbert Mauel, Bernd Tews, 030 / 30 87 88 60.