Hundert Tage danach: „Die Katastrophe in Pakistan ist längst nicht vorbei“

Hundert Tage danach: „Die Katastrophe in Pakistan ist längst nicht vorbei“

Islamabad/Bonn 28. Oktober 2010. Die Hilfsorganisation CARE hat in Pakistan nach den verheerenden Fluten im Sommer bisher mehr als 150.000 Betroffenen helfen können. Hundert Tage (Freitag, 29. Oktober) nach dem Beginn der schwersten Naturkatastrophe des Landes leben aber immer noch mehr als eine Million Menschen in Lagern und behelfsmäßigen Unterkünften.

Wie Thomas Schwarz, Pressesprecher von CARE Deutschland-Luxemburg nach einem Besuch in der südlichen Provinz Sindh berichtet, sind nach wie vor weite Flächen des Landes unter Wasser. „In der Region Dadu brauchen Boote für eine Strecke von 20 Kilometer fast eine Stunde, um Hilfsgüter zu transportieren. Dort steht das Wasser immer noch anderthalb Meter hoch.“ CARE arbeitete als eine von wenigen Organisationen in dieser abgelegenen Gegend. „Viele der Flutflüchtlinge haben immer noch keine regelmäßige und gesunde Nahrung, kein sauberes Wasser und ebenso Schwierigkeiten, wieder Arbeit zu finden“, berichtet Schwarz.

Neben weiteren Fällen von Cholera breitet sich das Dengue-Fieber weiter aus. „Bei den teils schwierigen hygienischen Bedingungen kommt es zudem weiterhin zu Hauterkrankungen und Durchfall“, so Schwarz. CARE baut seine Präsenz in Sindh weiter aus. So wird neben dem Büro in der Stadt Sukkur nun auch in Dadu ein weiteres Büro aufgebaut. CARE in Pakistan arbeitet eng mit lokalen Partnern vor Ort zusammen, um auch schwierige Gegenden erreichen zu können.

„Die bisherige Hilfe ist ein enorm wichtiger Schritt gewesen, um Menschen das blanke Überleben zu sichern,“ erläutert der CARE-Pressesprecher, der bereits im August fast drei Wochen in Pakistan war. „Aber auch wenn wir mittlerweile unsere Übergangshilfe planen, so müssen wir dennoch weiterhin echte Nothilfe leisten.“

ACHTUNG REDAKTIONEN: Thomas Schwarz ist noch bis Montag in Pakistan und steht für Interviews zur Verfügung. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei der Pressestelle.

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