Hoteliers stöhnen unter steigenden Provisionen

Mit der Anhebung der Provision um 25% hat HRS ein deutliches Zeichen gesetzt – Anbieter von Billigreisen spekulieren damit, die Provisionen an das Bewertungsrating zu koppeln – schlechtes Rating = hohe Provision bzw. Betriebe gänzlich aus dem Angebot zu streichen. Es ist klar zu erkennen, dass sich Buchungsplattformen und Billigreisen den Markt vorbereitet haben und nun mit der Ernte beginnen. Die Hotellerie ist abhängig bzw. „süchtig“ geworden, und kann nun ohne die Online-Buchungen und Kunden von ITS-Reisen und Co. nicht mehr (über)leben.

Die Wogen der Entrüstung gehen hoch – doch so leicht lässt sich der Markt nicht regulieren. Diese Entwicklung war absehbar und seit dem Auftauchen des Google hotelfinders ist klar, wohin die Reise geht. Dem gegenüber stehen teilweise – und das zu Recht – ratlose Hoteliers. Überholt von den Online-Entwicklungen versteht man oft die „Tourismus-Welt“ nicht mehr. Ungefähr 70 – 80% der Buchungen werden mittlerweile „Online“ abgewickelt – davon werden jedoch lediglich ca. 10% auf die eigene Homepage gelenkt, der Rest bucht via Plattform oder Vertriebspartner. Viele Plattformen verlangen Bestpreisgarantien – somit scheidet die eigene Homepage als Zugangspunkt aus – viele Hoteliers fragen sich auch hier zu Recht, wer eigentlich der Chef im Haus ist.

An dieser Stelle sollte man jedoch auch eine Lanze für Plattformen und Vertriebspartner brechen – sie haben ihre Aufgaben erfüllt und ein Bedürfnis befriedigt. „Kein Hotel wurde zur Kooperation gezwungen“, eine klare und vielgehörte Aussage, wenn man mit den Verantwortlichen auf nationaler und internationaler Ebene spricht.

Und nun? – für jedes Problem gibt es bekanntlich eine Lösung. In diesem Fall auch, jedoch gestaltet sich der Weg sicherlich nicht einfach. Wir sprechen hier von einem kontrollierten „Entzug“! Das Verhältnis der Direktbuchungen muss Schritt für Schritt gesteigert werden – bei gleichzeitigem Rückzug aus Buchungs- und Bewertungsplattformen. Kein leichter Weg, aber mittel- und langfristig der einzig sinnvolle. Wie beim medizinischen Entzug kann ein solcher nicht ohne kompetente Begleitung durchgeführt werden – die Rückfallhäufigkeit ist wie im wahren Leben sehr hoch.
Das Ziel ist klar definiert: Gast und Hotelier sollen sich wieder auf Augenhöhe am Markt begegnen und Bindung aufbauen können, Mehrwert und Nutzen sollen über das Hotel präsentiert werden, die Definition von Preis, Leistung und Angebot sollen vom Hotel erfolgen – in Summe – mehr Unabhängigkeit für die Hotellerie, was aber auch mehr Eigenaktivität und Initiative bedeutet.

CONSULTARE Tourismusberatung Christian Marchel hat sich darauf spezialisiert, die Betriebe durch den Restrukturierungsprozess zu begleiten. CONSULTARE GF Christian Marchel:“ Wir achten nicht nur darauf, dass die operativen Massnahmen zur Umsetzung kommen, sondern dass auch entsprechendes Know-How vermittelt wird – nur dann ist nachhaltiger Erfolg garantiert!

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