Rückkehr des Wolfes kann ohne effektiven
Herdenschutz nicht gelingen
Der Ausschuss für Ernährung und Landwirtschaft hat am heutigen
Mittwoch in einem öffentlichen Fachgespräch über das Thema
„Herdenschutz – Der Wolf im Spannungsfeld von Land- und
Forstwirtschaft und der Jagd“ beraten. Dazu erklären der
agrarpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef
Holzenkamp, und die zuständige Berichterstatterin Rita Stockhofe:
„In Deutschlands freier Natur ist ein deutliches Wachstum der
Wolfspopulation auszumachen, mittlerweile gibt es etwa 35 Wolfsrudel.
Was für den Artenschutz ein großer Erfolg ist, bedeutet für viele
Nutztierhalter erstzunehmende Probleme. Für die
CDU/CSU-Bundestagsfraktion ist deshalb klar, dass der Schutz der
Nutztiere in Landwirtschaft und Jagd berücksichtigt werden muss, wenn
es um die nachhaltige Wiederbesiedlung Deutschlands durch den Wolf
geht. Denn ohne Frage, stellt ein jährlicher Anstieg der Population
von über 30 Prozent viele Betroffene vor große Herausforderungen.
Das entstehende Konfliktpotential zwischen Wolf und Herde kann nur
durch einen effizienten Herdenschutz entschärft und minimiert werden.
Deshalb muss der Herdenschutz umgehend weiterentwickelt werden.
Die Zuständigkeit für die Schadenserfassung und die Entschädigung
liegt zwar bei den Bundesländern. Dennoch ist es wichtig, bundesweit
einheitliche Standards für Präventionsmaßnahmen und Entschädigungen
für Nutztierrisse einzuführen – ohne zwischen hauptberuflichen
Haltern und Hobbytierhaltern zu unterscheiden. Grundsätzlich muss
auch darüber nachgedacht werden, welche wirksamen Maßnahmen gegen
auffällige Wölfe ergriffen werden können. Nur so kann die
gesellschaftliche Akzeptanz des Wolfes erreicht werden.“
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