Auf praxisreife Alternativen setzen
Am heutigen Donnerstag debattiert der Deutsche Bundestag über das
Töten männlicher Eintagsküken. Dazu erklären der Vorsitzende der
Arbeitsgruppe Ernährung und Landwirtschaft der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Franz-Josef Holzenkamp, und der
zuständige Berichterstatter Dieter Stier:
„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion will dem Töten von Eintagsküken so
schnell wie möglich ein Ende setzen. Klar ist allerdings, dass dafür
praxisreife und marktfähige Lösungen notwendig sind. Ein nationales
Verbot wäre scheinheilig und hätte nur Produktionsverlagerungen ins
Ausland zur Folge, ohne einen Mehrwehrt für den Tierschutz zu
erreichen. Die Fraktion unterstützt deshalb die intensiven Bemühungen
der Bundesregierung, Alternativen für das Töten von männlichen
Eintagsküken zu finden. Damit setzt sich Deutschland an die Spitze
der Bewegung für eine tiergerechte Lösung.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium fördert mit rund fünf
Millionen Euro verschiedene Forschungsprojekte. Dabei scheint die
Arbeit der Universität Leipzig an einer Geschlechtsfrüherkennung im
Ei die vielversprechendste Möglichkeit zu sein, schnell eine
flächendeckende Alternative zu entwickeln. Für die CDU/CSU-Fraktion
ist es wichtig, dass dieses neue Verfahren schnellstmöglich zum
Einsatz kommt, sobald die Forschungen erfolgreich abgeschlossen sind.
Anderen, von der Bundesregierung unterstützten Forschungsvorhaben,
wie den sogenannten Zweinutzungsrassen, einer Kreuzung von Mast- und
Legerassen, werden bisher geringere Marktchancen zugetraut. Deshalb
ist es notwendig, bei den Verbrauchern ein Bewusstsein dafür zu
schaffen, dass mehr Tierwohl höhere Kosten zur Folge hat. Wir müssen
die Bereitschaft wecken, diese Kosten mitzutragen.“
Pressekontakt:
CDU/CSU – Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de