In einer Umfrage wurden über 300 Geschäftsführer und Vorstände deutscher börsennotierter Unternehmen (Konzernen, Großunternehmen und führende Mittelständler) zur neuen Rolle des Aufsichtsrats befragt.
Demnach ist die Mehrheit der befragten Manager der ersten Führungsebene nicht von der Qualifikation ihrer Aufsichtsräte überzeugt. Sie beurteilten die Vergabe der Mandate als kritisch. 12 % waren der Meinung, dass mehr als die Hälfte der Aufsichtsräte lediglich ihres Namens wegen ihr Mandat erhalten hätten.
72 % erwarten sich mit der Einführung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilmoG) eine Professionalisierung des Aufsichtsrates, nicht zuletzt auch, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Unternehmen zu sichern. Auch sprach sich über die Hälfte für eine internationale Besetzung der Aufsichtsräte aus. Dass sich der Aufsichtsrat von der bloßen Kontrollfunktion zum Mitunternehmer und Sparringspartner auf Augenhöhe entwickeln sollte, wünschten sich 23 % der Top-Manager.
Jedoch kann der Aufsichtsrat seine Aufgabe nur dann sinnvoll erfüllen, wenn ihn ein starkes, kompetentes und operatives Management unterstützt, das ihn korrekt und umfassend informiert. Im Gegenzug muss der Aufsichtsrat dem Vorstand auch immer einen gewissen Vertrauensvorschuss einräumen. Im Fazit braucht es professionelle Aufsichtsräte, die nicht aufgrund Ihres großen Namens berufen werden, sondern auf Grundlage des notwendigen Persönlichkeitsprofils und ihrer passgenauen fachlichen Eignung.
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