„Wenn bei einer Katastrophe in der Europäischen Union die
vorhandenen Strukturen nicht genügen, stehen wir selbstverständlich
für Hilfe zur Verfügung. Wir erwarten jedoch, dass vor Ort ein
Feuerwehr- und Rettungswesen installiert wird, das zu erwartende
Standardsituationen aus eigener Kraft bewältigen kann. Beim Aufbau
solch schlagkräftiger Hilfe beraten wir gern“, erklärt Hartmut Ziebs,
Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), zum
Katastrophenschutzverfahren der Europäischen Union.
Der Bundesrat befasst sich heute mit dem Änderungsvorschlag der
Europäischen Kommission zum bisherigen Katastrophenschutzverfahren.
Diese möchte eine eigene Reserve zur Hilfe nach Naturkatastrophen wie
Erdbeben, Waldbränden oder Überflutungen aufbauen. Die sogenannten
„rescEU“-Teams sollen unter der vollständigen operativen Kontrolle
der Kommission stehen.
„Für Hilfe im Ausland gilt für uns weiterhin das
Örtlichkeitsprinzip: Die Einsatzleitung ist vor Ort angesiedelt. Die
jeweiligen Kräfte werden in Auftragstaktik autark geführt“, stellt
Ziebs klar. Er ist offen für die weitere Optimierung der deutschen
Strukturen im Katastrophenschutz für den Auslandseinsatz. Das
Katastrophenschutzsystem in Deutschland stützt sich weitgehend auf
ehrenamtliche Einsatzkräfte; allein seitens der Feuerwehr sind knapp
eine Million Männer und Frauen sind bei großflächigen Einsatzlagen
wie Hochwasser, Waldbränden oder Unwetter verfügbar.
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