Die hessische Umwelt- und Verbraucherschutzministerin Lucia Puttrich (CDU) hat einen Alleingang des Landes bei der Einführung eines Hygiene-Siegels für Gaststätten ausgeschlossen. Unter ihrer Verantwortung werde es in Hessen kein System geben, von dem man nicht wisse, ob es bundesweit übernommen werde. „Das würde die Verbraucher nur verwirren“, sagte Puttrich in einem Interview mit der Lokalausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (Freitagausgabe). „Wir brauchen ein einheitliches Vorgehen, die gleichen Bewertungskriterien, die gleiche Symbolik.“ Wegen der unterschiedlichen Interessenlagen halte sie eine schnelle länderübergreifende Regelung in dieser Frage für ausgeschlossen, sagte Puttrich. Möglicherweise könne man sich nach der Bundestagswahl im September näherkommen. Umstritten ist nach den Worten von Puttrich vor allem die Frage, ob ein Qualitätssiegel gesetzlich vorgeschrieben oder nur auf freiwilliger Basis eingeführt werden solle. Unklar sei allerdings auch noch, so Puttrich gegenüber der Zeitung, wie das Hygiene-Symbol aussehen werde: ein Smiley-Gesicht oder eine Ampel seien ebenso denkbar wie ein „Kontrollbarometer“.
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