
Sie kommen nicht um ein hohes Interesse herum, stoßen bei ihren Eltern und im Freundeskreis im positiven Fall auf Neugier, im negativen Fall auf Ablehnung. Und sie sind sich der Vorurteile und Stereotype stets bewusst.
Oft bekommen sie zu hören “Ich bin ja kein Rassist, aber…”. Nach diesem Satz, müssen sie mit rassistischen Sätzen rechnen. Auch müssen sich weiße Personen “Once you go black, you never go back” anhören. Auf die Idee, dass das eine respektlos Redewendung ist, kommen die Leuten anscheinend nicht.
Bestehender Rassismus aus der Kolonialzeit
Ein Grund dafür ist die Kolonialgeschichte, denn damals waren Ehen zwischen Kolonisten und Kolonisierten tabu. Doch Affären zwischen weißen Männern und schwarzen Frauen wurde toleriert während die zwischen weißen Frauen und schwarzen Männern ein großer Aufreger war.
Diese Affären zwischen weißen Mann und schwarzer Frau hatten oft was mit Macht und Sexualität und die Lust am Exotischen und mit oft rassistischen Untertönen zu tun.
Vermischung von Kulturen
Ein weiterer Grund, der mit dem oberen zu tun hat, aber noch darüber hinaus geht. In einer multikulturellen Gesellschaft, treffen nicht nur Kulturen aufeinander, sondern sie vermischen sich auch miteinander. Es entstehen verschiedene, individuelle Lebensstile, zum Beispiel auch im Bereich des Sportes oder der Musik.
Dabei stehen sich zwei parallele Ordnungsprinzipien gegenüber: Einerseits setzen neo-koloniale Machtverhältnisse sie immer noch in die hierarchische Beziehung zueinander. Gleichzeitig werden die alten Gegensatzpaare aber von neuen, oft unvorhersehbaren Bedeutungen überlagert.
Was erst einmal gut klingt wird aber “positiver Rassismus” genannt. Das an Rassismus jedoch nichts positives ist, muss man gar nicht drüber streiten.
Diese Vermischungen werden als exotisch angesehen. Außerdem wird viel als “cool” angesehen, was eigentlich nur eine Tatsache ist, wie zum Beispiel Englisch oder Französisch mit einem “afrikanischen” Akzent zu sprechen. Bei Europäern ist Englisch mit Akzent zu reden auch nicht “cool”, sondern einfach eine Tatsache.
Die Vorurteile leben in Form demonstrativer Toleranz, positiver Diskriminierung oder stummer Ablehnung fort. Damit müssen auch Menschen in schwarz-weißen Beziehungen kämpfen.
Rassismus gegenüber einer schwarz-weißen Beziehung im Alltag in Deutschland
Egal ob Zuhause, in der Bahn, auf der Arbeit oder beim Arzt. Schwarz-weiße Paare bekommen überall abwertende Blicke zu spüren.