Helgo Bretschneider: Der Sprung aus dem Hamsterrad ist möglich

Helgo Bretschneider: Der Sprung aus dem Hamsterrad ist möglich

Bad Honnef. Die tägliche Daten- und Informationsflut macht immer mehr Arbeitnehmer und Chefs krank. Burnout und andere gesundheitliche Einschränkungen durch dauerhaften Stress und permanente Veränderungen belasten Unternehmen und die deutsche Volkswirtschaft. Immer erreichbar zu sein, eingebunden in ein komplexes Kommunikations- und Abhängigkeitssystem und unter enormem wirtschaftlichem Erfolgsdruck ist für viele Menschen Alltag. Der Experte für einen erfolgreichen und positiven Umgang mit der Datenflut, Helgo Bretschneider, mahnt zur Vorsicht und fordert ein Umdenken.

„Oft sind die Folgen eines ausgeschalteten Handys gar nicht so schlimm wie viele Menschen glauben“, erklärt Bretschneider. Was einem am Anfang mutig erscheine, werde nach kurzer Zeit Routine – in den Unternehmensabläufen und für einen selbst. In der Regel seien es die eigenen hohen Erwartungen, der Wunsch, möglichst viel zu kontrollieren oder die Sorge, es werde einem negativ ausgelegt, mal nicht erreichbar zu sein, die Arbeitnehmer antrieben. Davon, so der Top-Trainer und Buchautor Bretschneider, müsse man sich befreien. Zeit sei wertvoll, aber deren sinnvolle Einteilung noch wertvoller. „Wer immer erreichbar ist, bekommt am Ende auch nicht mehr geschafft“, mahnt er. Und so manche Mail könne auch mal drei Stunden liegenbleiben.

Das, so Bretschneider, sei aber nur eine Seite der Medaille. Auch Teams, Abteilungen und ganze Unternehmen müssten nach Lösungen suchen. Effizienz und das Nutzen der positiven Potentiale aller gehe vor „geschwinder Hektik“. Zeitfresser, immer wiederkehrende Störungen durch Kollegen oder mangelhaft organisierte Prozesse oder einfach nur Doppel- und Dreifachkommunikation seien nur einige Beispiele. Hier schlummerte an mehreren Ecken bares Geld: Zeit könne gespart, Verschwendungskosten reduziert und Erträge gesteigert werden. „Nicht durch mehr Arbeit und permanente Erreichbarkeit, sondern durch organisierte Abläufe und selbstbewusste Mitarbeiter, die auch mal Nein sagen dürfen“.

„Nein sagen ist das beste Rezept gegen permanenten Anforderungsdruck und die tägliche Informationsflut“, meint der Experte. Allerdings müsse diese Kultur erst entwickelt werden. Denn Nein sagen erfordere Selbstbewusstsein, Mut und ein humanes und ressourcenorientiertes Selbst- und Unternehmensmanagement. Der Weg aus dem Hamsterrad sei aber möglich. Das Bewusstsein für das Thema wachse und komme zunehmend auch in den Chefetagen an.

Wer mehr über den erfolgreichen Umgang mit der täglichen Daten- und Informationsflut oder Helgo Bretschneider erfahren möchte oder sich für einen seiner Vorträge oder Trainings interessiert, bekommt weitere Informationen unter www.datenflut.info.

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