
Nach Auskunft des Lagedienstes wurden weit über 350 wetterbedingte Einsätze gezählt. Fast bei allen musste Wasser von Straßen, aus Unterführungen und Kellern gepumpt werden. Nach vorläufiger Bilanz wurde niemand verletzt.
Anhand der aktuellen Unwetterereignisse über Berlin-Brandenburg, wird die wichtigkeit von präventiven sowie temporären Hochwasserschutzmaßnahmen deutlich.
In der Regel kommt es zu Hochwasser, wenn großflächig im Einzugsgebiet die Böden gefroren oder mit Wasser gesättigt sind und dann große Niederschlagsmengen auftreten. Verstärkt wird dieser Effekt durch die Begradigung von Flußläufen und einer zunehmenden Versiegelung der Oberflächen in Ballungsgebieten.
Ein Fluss in naturnaher Form beruhigt die Abflussgeschwindigkeit und kann mehr Volumen aufnehmen, aber da vermehrt Oberflächen versiegelt werden und somit das Niederschlagswasser nicht vor Ort versickern kann. Dieses Wasser wird in die Flusse und Bäche abgeleitet und kann aus ruhigen Flüssen und Bächen dann reißende Strome werden. Nach Untersuchungen zum Thema Hochwasser steigt die Häufigkeit von Starkregenereignisse nur gering. Solche fatalen Auswirkungen sind die Folge der Überlastung der künstlich veränderten Naturräum.
Durch verschiedene Vorkehrungen im Bereich präventiven & temporären Hochwasserschutz können in der Summe Hochwasserspitzen verhindert werden und die Folgen der natürlich Pegelschwankungen bleiben aus.