Haibach: Kooperation zwischen NGOs und Militär erforderlich

Anlässlich der morgen beginnenden Kabuler Konferenz
zur Zukunft Afghanistans erklärt der entwicklungspolitische Sprecher
der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Holger Haibach MdB:

Auf der Konferenz in Kabul werden entscheidende Weichenstellungen
für die Zukunft Afghanistans getroffen. Der Fokus darf dabei nicht
nur auf militärischen Fragen und Abzugsterminen liegen. Genauso
wichtig ist die Frage des zivilen Wiederaufbaus. Die afghanische
Regierung muss sich bei der Konferenz auf klare Zielmarken für den
Wiederaufbau verpflichten, die sie mit internationaler Unterstützung
erreichen will. Diese Hilfen werden auch noch für lange Zeit nach dem
Abzug der internationalen Truppen weiterlaufen müssen, um die
Regierung in Kabul zu unterstützen. Solange ISAF noch in Afghanistan
aktiv ist, spielt das Militär eine wichtige Rolle bei der Absicherung
des zivilen Wiederaufbaus. Eine Studie, die das BMZ gemeinsam mit der
FU Berlin veröffentlicht hat, zeigt deutlich, dass der Erfolg des
Einsatzes in Afghanistan dort am größten ist, wo ziviles und
militärisches Engagement Hand in Hand gehen. Insofern ist die
Weigerung von VENRO, des Dachverbands der NGOs im
Entwicklungshilfebereich in Deutschland, überhaupt mit militärischen
Kräften zu kooperieren, wenig hilfreich und kaum nachvollziehbar.

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