Man denkt einfach, dass man gesund ist, dass einem nichts passieren kann, und vor allem, dass sich das auch so schnell nicht ändern wird. Der Körper muss einfach funktionieren, daran, dass sich dies einmal ändern könnte, denkt niemand. Und im Falle eines Unfalles ist man ja auch über die Krankenversicherung versichert, damit die Kosten für medizinische Behandlungen gedeckt sind.
Auch ich habe noch vor nicht allzu langer Zeit genau so gedacht. Jetzt bereue ich es allerdings, dass ich mich gegen die Unfallversicherung entschieden habe, die mir angeboten worden ist. Ja, es war schon fast sarkastisch, aber kein Jahr nachdem ich das Angebot abgelehnt habe, ist es passiert. Ein netter Freizeitunfall mit der Familie endete in einen Unfall mit dem Rad. Wir wollten gerade eine Straße überqueren, und ich habe auf meinen Sohnemann acht gegeben. Dabei habe ich irgendwie ein Auto übersehen, das auf der Vorrangstraße unterwegs war. Und schon kam mein Rad unter die Räder, ich blieb glücklicherweise verschont. Jedoch hat das ganze in einer schweren Verletzung im Knie geendet. Und natürlich hat die Krankenkasse die Behandlung und die Operationen übernommen. Jedoch kamen dann in Folge noch einige Kosten auf mich zu, an die ich nie gedacht hätte.
So bin ich zum Beispiel nicht mehr in der Lage meinen alten Beruf aus zu führen, bei dem vor allem auch körperliche Leistungsfähigkeit erwartet wird. Und mit dem kaputten Knie, das zudem noch meistens schmerzt, ist dies einfach nicht mehr möglich. Zudem muss ich immer noch eine Physiotherapie machen, die natürlich auch nicht von der Krankenkasse übernommen wird. So bleibe ich nicht nur auf den Kosten für die Umschulung und den Einkommensausfall sitzen, sondern auch auf denen für die teure Physiotherapie, die aber unbedingt notwendig ist, damit die Schmerzen erträglich bleiben.
Im Nachhinein ist man wohl immer gescheiter, und so denke auch ich heute: Hätte ich doch die Unfallversicherung abgeschlossen!