In der Affäre um die „Gorch Fock“ hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) die vorläufige Abberufung des Kommandanten Norbert Schatz verteidigt. „Das war eine Entscheidung, die nicht spontan getroffen wurde. Sie begründete sich auch auf Rücksprachen und Empfehlungen der militärischen Führung.“ Die Vorwürfe seien immer massiver geworden. „Es war Zeit zu handeln. Ich würde jederzeit wieder so entscheiden“, betonte Guttenberg in „Focus“. Auf die Frage, was schief gelaufen sei auf dem Schiff, entgegnete er: „Es wird gelegentlich vergessen, dass ich nicht an Bord der `Gorch Fock` war, als der Unfall passierte.“ Auf Distanz ging Guttenberg zu Ãœberlegungen in seinem Haus, die Streitkräfte für in Deutschland lebende Ausländer zu öffnen. „Dies ist ein Vorschlag, den ich mir nicht zu eigen mache“, sagte er zu den Ãœberlegungen im „Attraktivitätsprogramm“ des Ministeriums. „Es gibt keinen Freifahrtschein, jetzt hier die Schleusen zu öffnen. Heute besteht schon die rechtliche Möglichkeit, in engem Maße Ausländer zuzulassen. Das reicht.“ Die Kernüberlegungen des Programms aber begrüßte der Minister: „Die Bundeswehr will ein attraktiver Arbeitgeber sein, der dem Anspruch einer Verbindung von Familie und Beruf auch wirklich nachkommt. Kindertagesstätten am Standort, Eltern-Kind-Räume, Ferienbetreuung für die Kinder – all dies sind Punkte, die durchaus zur Attraktivität beitragen können.“ Er betonte: „Wir haben in den letzten Jahrzehnten viele Phrasen geliefert und haben da Aufholbedarf.“
Auf Facebook teilen
Follow on Facebook
Add to Google+
Verbindung zu Linked in
Subscribe by Email
Drucken