Zeitwertkonten haben in der Wirtschaftskrise einen Beschäftigungseinbruch verhindert
Zeitwertkonten sind inzwischen in vielen Unternehmen ein Instrument der flexiblen Arbeitszeitgestaltung. „Wie wichtig die Implementierung von Zeitwertkonten für Unternehmen und für Arbeitnehmer ist, hat die Wirtschaftskrise gezeigt, denn Zeitwertkonten haben sich in der Krise bewährt und vor Entlassung geschützt. Baut der Arbeitnehmer z.B. bei Konjunkturschwankungen sein Wertguthaben durch Freistellung aus dem Zeitwertkonto ab, so spart das Unternehmen die Lohnzahlungen, der Arbeitsplatz bleibt erhalten und der Arbeitnehmer nimmt eine Auszeit, ohne Gehaltseinbußen hinnehmen zu müssen. Bei einer besseren Auftragslage wird das Wertguthaben wieder aufgebaut, so Dirk Carstens, Geschäftsführer, Deutsche Zeitwert GmbH.
Zeitwertkonten sind ein effektives Personalinstrument
Konjunkturschwankungen einerseits, die demographische Entwicklung, die Rente mit 67 und der Wegfall der Förderung der Altersteilzeit andererseits führen zu Veränderungen in der Arbeitswelt. Arbeitgeber und Mitarbeiter stehen vor neuen Herausforderungen, wenn sie Wege für eine flexible Lebensarbeitszeit finden wollen. Zeitwertkonten sind dafür ein effektives Personalinstrument. Der Zweck eines Zeitwertkontos ist ganz allgemein die Finanzierung einer längerfristigen bezahlten Freistellung bei fortlaufendem Arbeitsverhältnis, Arbeitsentgelt und Sozialversicherungsschutz. Ein Wertguthaben ist relativ einfach aufzubauen und beinhaltet die Bereitschaft des Arbeitnehmers, Bestandteile seines Gehalts bspw. Tantieme, Boni oder Zeitanteile wie Ãœberstunden oder Resturlaubstage in ein Wertkonto einzuzahlen, um bezahlte Freizeit zu erhalten. Die Vergütungsansprüche werden nicht ausgezahlt, sondern dem Zeitwertkonto mit ihrem Bruttowert gutgeschrieben. Das Wertguthaben wird verzinslich angelegt und anschließend unter Abführung der Steuern und Sozialversicherungsbeiträge als Freistellungsgehalt – z.B. für ein Sabbatical, Elternzeit, im Rahmen eines Vorruhestandes, zur Ãœberbrückung bis zur Rente – ausbezahlt. Zeitwertkonten sind wertbeständig und insolvenzsicher.
Enorme Vorteile für Unternehmen
Der Einsatz eines Zeitwertkontenmodells bietet den Unternehmen nicht nur Vorteile bei Konjunkturschwankungen und kann Entlassungen vermeiden, sondern insbesondere Wettbewerbsvorteile bei der Gewinnung und Bindung qualifizierter Fach- und Führungskräfte. Darüber hinaus trägt ein Zeitwertkonto zur Steuerung der Alterstruktur der Belegschaft bei, denn es liegt sowohl im Interesse der Arbeitnehmer als auch des Arbeitgebers, dass Mitarbeiter bereits vor dem 67. Lebensjahr in den verdienten Vorruhestand gehen. Durch Zeitwertkonten gelingt die Finanzierung aus früheren Entgeltumwandlungen ohne eine finanzielle Beteiligung des Arbeitgebers.