Das Aktionsbündnis gegen AIDS zeigt sich
enttäuscht darüber, dass bei der Wiederauffüllungskonferenz des
Globalen Fonds zur Bekämpfung von AIDS, Tuberkulose und Malaria noch
nicht einmal das Minimalziel von 13 Milliarden US$ erreicht wurde.
Von den erhofften 20 Milliarden wurden gerade mal 11,7 Milliarden US$
zugesagt. Deutschland hat für 2011 bis 2013 insgesamt 600 Millionen
Euro in Aussicht gestellt. „Diese von der Bundesregierung erst nach
Protesten der Zivilgesellschaft gemachte Zusage ist gut, aber nicht
gut genug!“, bemerkt Karl-Heinz Hein-Rothenbücher, Sprecher des
Aktionsbündnis gegen AIDS und Geschäftsführer des Missionsärztlichen
Institut in Würzburg.
„Millionen von Menschen, die auf den Zugang zu lebensrettenden
Aids-Medikamenten warten, können mit dem Ausgang der Geberkonferenz
nicht zufrieden sein“, so Hein-Rothenbücher. „Denn mit den zugesagten
11,7 Milliarden US$ kann keine signifikante Ausweitung der weltweiten
Therapieprogramme erreicht werden.“ Auch die Stärkung von
Gesundheitssystemen in wirtschaftlich armen Ländern wird damit
gefährdet.
Das Aktionsbündnis gegen AIDS hatte gemeinsam mit VENRO im Vorfeld
der Geberkonferenz eine Protestwoche ausgerichtet und mit offenen
Briefen an die Politikerinnen und Politiker auf die fatalen Folgen
einer zunächst geplanten Kürzung hingewiesen. Denn der Globale Fonds
ist auf weitere verbindliche Zusagen und Erhöhungen angewiesen, um
seine erfolgreiche und effektive Arbeit in der Bekämpfung von Aids,
Tuberkulose, und Malaria fortsetzen zu können.
Das AKTIONSBÜNDNIS GEGEN AIDS ist ein Zusammenschluss von über 100
Organisationen der Aids- und Entwicklungszusammenarbeit sowie mehr
als 280 lokalen Gruppen. Der Ausbau der finanziellen Ressourcen zur
weltweiten HIV-Prävention sowie der Zugang zur Therapie sind die
zentralen Anliegen des Bündnisses. Weitere Information über uns sind
unter www.aids-kampagne.de erhältlich.
Pressekontakt:
Beate Ramme-Fülle , Tel. 0176-83253625,
rammefuelle@aids-kampagne.de , www.aids-kampagne.de