Der Auftritt von EU-Kommissionspräsident José Manuel Barroso auf der italienischen Flüchtlingsinsel Lampedusa stößt in Deutschland auf Kritik: „Die Flüchtlinge im völlig überfüllten Camp auf Lampedusa brauchen konkrete Hilfe und keinen Barroso mit leeren Händen und Sprechblasen“, sagte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Volker Beck „Handelsblatt-Online“. Auf Lampedusa selbst fehle es an Unterkünften und Matratzen für eine menschenwürdige Versorgung der Flüchtlinge. Im Mittelmeer gebe es zudem „keine See-Notrettung für Ertrinkende, sondern Strafen für Helfer“. Harsche Kritik äußerte Beck an den Innenministern der Europäischen Union, die sich auf einem Krisengipfel lediglich darauf verständigt hatten, im Wesentlichen an der bisherigen Flüchtlingspolitik festzuhalten, aber die Grenzpolizei Frontex zu stärken. „Europa hat beim gestrigen Treffen der Justiz- und Innenminister gezeigt, dass es nur zu gut gemeinten Worten bereit ist und weiter seine Verantwortung verweigert“, sagte der Grünen-Politiker.
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