Große Erfolge bei der Kunststoffverwertung / Neue Studie zu Produktion, Verbrauch und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland

Kunststoffabfälle werden in Deutschland
als wichtige Ressource genutzt. Auch in der Krise funktioniert die
Kunststoffverwertung in Deutschland – die anfallenden Kunststoffe
werden zu 41 Prozent werkstofflich, zu einem Prozent rohstofflich und
zu 55 Prozent energetisch verwertet. Somit beträgt die Gesamtquote
für die Verwertung rechnerisch 97 Prozent.

Dies geht aus der neuen Studie „Produktion, Verarbeitung und
Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2009″ hervor. Die im
Zwei-jahres-Rhythmus erscheinende Studie wurde durch die Firma
Consultic Marketing und Industrieberatung, Alzenau nunmehr zum
siebten Mal erstellt. Auftraggeber der aktuellen Erhebung sind die
BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung, PlasticsEurope
Deutschland e.V. und der Bundesverband Sekundärrohstoffe und
Entsorgung e.V. (bvse).

Die aktuelle Entwicklung in der Kunststoffindustrie scheint die
jüngste Weltwirtschaftskrise fast vergessen zu machen, die Zahlen für
das Erhebungsjahr 2009 sind allerdings noch deutlich von der Krise
geprägt. So ging die Kunststofferzeugung in Deutschland deutlich
zurück. Auch die Kunststoffverarbeitung gab 2009 aufgrund der
geringeren Nachfrage vor allem in den Bereichen Bau und Fahrzeugbau
nach, während die Produktion kurzlebigerer Produkte wie Verpackungen
kaum betroffen war. Als recht stabil erwies sich auch das
Kunststoffrecycling, das sich mittlerweile als Wirtschaftsfaktor und
Bestandteil der Kunststoffwirtschaft etabliert hat. Der leichte
Rückgang beim Recycling gegenüber dem Vergleichsjahr 2007 wurde durch
einen entsprechenden Anstieg der energetischen Verwertung
aufgefangen.

„Die Verwertung von Kunststoffabfällen ist in Deutschland sicher
und zuverlässig organisiert und funktioniert offensichtlich auch in
Ausnahmesituationen wie einer globalen Wirtschaftskrise“, kommentiert
Dr. Peter Orth, Geschäftsführer der BKV und Hauptgeschäftsführer von
PlasticsEurope Deutschland e.V. die Ergebnisse. „Kunststoffabfälle
werden heute nicht mehr als Abfall, sondern als wichtige Ressource
gesehen. Damit tragen Kunststoffprodukte auch an ihrem Lebensende
noch zu Ressourcenschonung und Klimaschutz bei“.

Zusammenfassend ergibt sich für das Jahr 2009 folgendes Bild: Die
in Deutschland erzeugte Kunststoffmenge betrug 17 Millionen Tonnen,
rund 3,5 Millionen Tonnen weniger als im Vergleichsjahr 2007. Für die
Herstellung von Kunststoffprodukten wurden in Deutschland 10,7
Millionen Tonnen (2007: 12,5 Millionen Tonnen) eingesetzt. Die
Kunststoffabfallmenge betrug im Jahr 2009 4,9 Millionen Tonnen. Sie
stieg mit plus 70.000 Tonnen gegenüber 2007 kaum nennenswert an, 97
Prozent der gesamten Kunststoffabfallmenge wurden verwertet, 41
Prozent werkstofflich, ein Prozent rohstofflich und 55 Prozent
energetisch. Die Beseitigung spielt praktisch keine Rolle mehr.

Die in der Branche als „Consultic-Studie“ bekannte Erhebung
liefert seit 1998 gesicherte und weithin anerkannte Strukturdaten für
die gesamte Wertschöpfungskette der Kunststoffe in Deutschland.

„Unsere Studie ist für die strategische Gestaltung und
insbesondere für die Umwelt- und Nachhaltigkeitsdiskussion in
Politik und Wirtschaft von grundlegender Bedeutung. Daher freue ich
mich sehr darüber, dass in diesem Jahr auch der bvse als ein
wichtiger Interessensvertreter der überwiegend mittelständisch
organisierten Kunststoffverwerter mit zu den Auftraggebern zählt“,
sagt Dr. Orth.

Eine Kurzfassung der Consultic-Studie mit den Hauptergebnissen
steht auf den Websites der Auftraggeber zum Download bereit (
www.bkv-gmbh.de , www.plasticseurope.org , www.bvse.de ). Die
komplette Consultic-Studie mit dem Titel „Produktion, Verarbeitung
und Verwertung von Kunststoffen in Deutschland 2009″ mit
ausführlichen Tabellen, Definitionen und vertiefenden Informationen
ist bei der BKV ( www.bkv-gmbh.de ) zum Preis von 970,- Euro (inkl.
der gesetzlichen Mehrwertsteuer) zu erwerben.

Herausgeber:
BKV Beteiligungs- und Kunststoffverwertungsgesellschaft mbH Mainzer
Landstraße 55, 60329 Frankfurt a.M. Tel: 069.2556-1310 ; Fax: 069.25
10 60; E-Mail: info@bkv-gmbH.de ; Internet : www.bkv-gmbh.de

Pressekontakt:
BKV Plattform für Kunststoff und Verwertung:
Uli Martin
Tel: 0228.6297749
E-Mail: uli.martin@bkv-gmbh.de

PlasticsEurope Deutschland e.V.:
Michael Herrmann
Tel: 069.2556-1306
E-Mail: michael.herrmann@plasticseurope.org

bvse Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung e.V.:
Jörg Lacher
Tel: 0228/98849-27
E-Mail: lacher@bvse.de