Die Wahrscheinlichkeit für einen Konflikt zwischen
den Großmächten ist auf dem höchsten Stand seit dem Ende des Kalten
Krieges. Zu diesem Ergebnis kommt der Versicherungsmakler Aon Risk
Solutions, der heute aktuelle Weltkarten über politische Risiken,
politische Gewalt und Terrorgefahren veröffentlichte
(www.aon.de/risk-maps). „Geopolitische Spannungen und schwache
internationale Diplomatie haben zu einem erhöhten Risiko bewaffneter
Konflikte beigetragen“, sagt Silja-Leena Stawikowski, Aon-Expertin
für politische Risiken.
Auch Zerwürfnisse zwischen den westlichen Mächten hätten demnach
zur Verschlechterung der globalen Sicherheit geführt. Zunehmend seien
in den reifen Demokratien bei politischen, wirtschaftlichen und
sozialen Problemen Dissonanzen zu verzeichnen gewesen. Aufgrund der
geopolitischen Spannungen, der Schwächung liberaler und
demokratischer Regierungsformen sowie chronischer Konflikte auf der
ganzen Welt seien die Risiken durch politische Gewalt gestiegen.
Auf Aons Weltkarten der Risiken werden demzufolge im Vergleich zum
Vorjahr mehr Länder mit einem höheren Risiko eingestuft (17) als mit
einem niedrigeren (6). In diesem Jahr sind: 40% der Länder einem
Risiko durch Terrorismus und Sabotage ausgesetzt. 60% der Länder
einem Risiko durch Bürgerunruhen ausgesetzt. 33% der Länder einem
Risiko durch Aufruhr, Krieg oder Staatsstreich ausgesetzt.
Die Risiken in 46 Ländern oder Gebieten werden jetzt von Aon als
„hoch“ oder „ernsthaft“ eingestuft. Einige der Länder mit dem
höchsten Risiko weltweit befinden sich im Nahen Osten: Irak, Syrien,
Jemen und Ägypten. Die Region mit den meisten Einstufungen auf ein
höheres Risiko im Vergleich zum Vorjahr ist Afrika. „Anhaltende
landesinterne Konflikte, die Aushöhlung demokratischer
Regierungsformen und Korruptionsskandale haben hier zu mehr
politischer Gewalt geführt. Und terroristische Gruppierungen wie der
IS und Boko Haram missbrauchen die fragilen Institutionen und
schwachen Grenzen auf dem Kontinent für ihre Zwecke“, sagt
Aon-Expertin Stawikowski.
Eine besondere Zunahme politischer Risiken verzeichnet Aon in
Lateinamerika im Vorfeld der dortigen Wahlkampfperiode, wodurch
tiefgreifende Reformen in Brasilien verzögert und Ängste vor einer
Reformumkehr in Mexiko geschürt würden. Stawikowski: „Große Länder
sind dem Risiko ausgesetzt, dass populistische Regierungen gewählt
werden – und kleinere Länder werden von diesem politischen Getöse
nicht verschont.“
Die Zahl der Terroranschläge war in den westlichen Ländern im Jahr
2017 mit 204 ungefähr doppelt so hoch wie im Jahr 2016 (96). Jedoch
blieb die Zahl der Opfer dieser Anschläge in beiden Jahren ungefähr
gleich (1092 im Jahr 2017). Der IS hat im Jahr 2017 in 29 Ländern auf
fünf Kontinenten Terroranschläge verübt. Dies ist die gleiche Zahl
von Ländern wie im Vorjahr. Besonders die Tourismuswirtschaft ist für
einige terroristische Organisationen ein attraktives Ziel. Im Jahr
2017 gab es weltweit 35 Anschläge auf Ziele, die für die
Tourismusbranche von entscheidender Bedeutung waren, wie
beispielsweise Hotels und Ferienanlagen, Nachtclubs, die zivile
Luftfahrt und Besucherattraktionen.
Weitere Informationen über Aons Weltkarten der politischen
Risiken, politischen Gewalt und der Terrorgefahren gibt es hier:
www.aon.de/risk-maps
Ãœber Aon
Aon ist ein führendes globales Beratungs- und
Dienstleistungsunternehmen, das eine breite Palette von Lösungen zu
den Themen Risiko, Altersversorgung, Mitarbeiterentwicklung und
Gesundheit anbietet. Weltweit arbeiten für Aon 50.000 Mitarbeiter in
120 Ländern. In Deutschland sind rund 1.700 Mitarbeiter an elf
Standorten für das Unternehmen tätig. Die Deutschlandzentrale ist in
Hamburg. Weitere Information über Aon gibt es unter www.aon.com. Mehr
über Aon in Deutschland erfahren Sie unter www.aon.de. Unter
www.aon.com/manutd können Sie sich über die globale Partnerschaft
zwischen Aon und Manchester United informieren.
Die Weltkarten der politischen Risiken, politischen Gewalt und der
Terrorgefahren 2018 veröffentlicht Aon gemeinsam mit Continuum
Economics und der Risk Advisory Group.
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